Pflanzen.Ernten.Essen.Kompostieren
Letzte Woche haben wir, passend zu der kalten Jahreszeit, ein leckeres Kürbisrisotto gekocht.
Eine Grundzutat für Risotto ist eine kräftige Gemüsebrühe. Wer nicht ganz so viel Zeit hat, kann auch einfach Gemüsebrühpulver verwenden.
Käseliebhaber bzw. Nicht-Veganer können natürlich auch noch etwas Pecorino (normalerweise aus Schafskäse, am Besten einen kurzen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen bzw. am Marktstand fragen) zum Schluss über das angerichtete Gericht streuen.
Kosten: < 10€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 1h köcheln lassen
Menge: 4 Portionen

Bon appétit!
Püfferkes ist eine niederrheinische Spezialität, die traditionell zum Sankt Martins Fest am 11. November gegessen wird.
Das mit Rosinen gespickte Hefegepäck wird in Fett ausgebacken und anschließend in 1 EL Zucker gewälzt. Diesen letzten Schritt lasse ich bei der Zubereitung weg, da mir persönlich die „naturellen“ Püfferkes am besten schmecken.
Am Niederrhein sind Püfferchen am Martinsabend ein Muß. Man kann gar nicht zu viele davon machen. Warm gegessen haben sie Suchtpotenzial.
Kosten: <= 5€
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + Teig 1h ruhen lassen
Menge: 6 Portionen

Ein schmackhaftes Nudelgericht ohne Kuhmilchprodukte und ohne Nachtschattengewächse zu kreieren, scheint erst einmal schwierig zu sein. Diese Sorge ist jedoch völlig unbegründet.
Dieser Nudelauflauf ist neben Lachslasagne (werde ich euch bei Gelegenheit vorstellen) eines meiner Lieblingsnudelgerichte, da es nicht nur super schmeckt, sondern auch sehr schnell zubereitet ist. Ich habe den Auflauf auch schon für mehrere meiner „allesessenden“ Freunde gekocht und bisher waren alle total begeistert. Vor allem von der Ingwernote im Gericht.
Eine Freundin von mir verkostete entzückt die Nudeln mit der Soße aus Feta und Schafs-/Ziegenjoghurt bevor diese in den Auflauf geschichtet wurden und meinte, dass sie sich diese auch als eigenständiges Nudelgericht sehr gut vorstellen kann, wenn es mal schnell gehen muss.
Kosten: <= 10€
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + min. 20 – 30 Minuten Backzeit
Menge: 4 Portionen

Haut rein! 😉
Zum ersten Mal haben wir reifen Humus aus unserer Wurmkiste geerntet.
Fünf Tage vor der anstehenden Ernte haben wir unsere Mitbewohner mit
2 – 3 EL Maisgrieß (verteilt auf die gesamte Oberfläche) gefüttert und damit in den oberen Bereichs ihres Apartments (grünen Korb) der Wurmkiste gelockt. Nachdem so gut wie alle unsere Würmer, begeistert von dem außergewöhnlichen Futter, nach oben gezogen waren, konnte die Ernte beginnen.
Um den Reinigungsaufwand in der Wohnung möglichst gering zu halten, haben wir die Wurmkiste, für die Zeit der Ernte, auf die Terasse gestellt.


Eimer und Schaufel standen parat und nun konnte es endlich losgehen.
Zuerst wurde die Erntekiste (grüne Box) aus der Wurmkiste herausgehoben und auf die Seite gestellt. Dabei stellten wir fest, dass einige Würmer auch zwischen der grünen Kiste und der Wurmkistenwand abhingen, weswegen sich die Terrasse als hervorragender Umzugsort entpuppte. Wir haben die grüne Kiste auf Zeitungspapier gestellt, um an den sich unten befinden Humus zu kommen. Die Würmer haben sich, nachdem sie das Tageslicht erblickten, zügig in den grünen Korb verkrochen. Lediglich zwei/drei wollten die Gunst der Stunde nutzen und die Umgebung erkunden.


Im unteren Bereich der Wurmkiste befand sich der reife Humus. Einzelne sichtbare Würmer haben wir vorsichtig hochgehoben und zu ihren Kollegen in die grüne Kiste gesetzt.


Nun konnten wir den Humus vorsichtig mit einer Schaufel und zum Schluss mit den Händen, um die Membran, die die Wurmkiste zu der Schublade mit dem Wurmtee abgrenzt, nicht zu beschädigen, aus der Kiste in den Eimer schaufeln.


Beim Verlagern des Humus fanden wir neben weiteren vereinzelten, in der Erde umherkriechenen Würmern, die wir zurück in die grüne Erntekiste setzten, auch ein Wurmei. Denis und ich waren begeisert.
Dieses kleine Ei (s. unteres Foto) faszinierte uns sehr, da man in diesem ein „Wurmbaby“ entdecken konnte. Wir haben versucht dieses kleine Geschöpf mit Hilfe einer Kamera für Euch festzuhalten. Auf dem unteren Bild kann man ein hellbraunes Ei, seitlich vom Fingernagel erkennen, in welchem man bei genauem Hinsehen einen kleinen Wurm entdeckt.

Im Anschluss an die erfolgreiche Humusernte, haben wir die Wurmkiste wieder mit angefeuchtetem, kleingerissenem Karton und Zeitunspapier bestückt (ca. 5 cm hoch), bevor wir die Würmer incl. des noch nicht komplett verdauten Kompost aus dem grünen Korb in die Wurmkiste umgesiedelt haben. Man sollte bei der Umsiedlung auch die grünen äußeren Seitenränder der Box nicht vergesen, an welchen sich einige Würmer versteckt hatten.




Nach der kompletten Entleerung der grünen Kiste in die Wurmkiste haben wir die Hanfmatte direkt auf den Kompost gelegt. Das Ganze haben wir dann zwei / drei Tage stehen lassen, bevor wir wieder die Futterkiste eingesetzt haben und mit der Fütterung im oberen Teil begonnen haben.
Insgesamt haben wir einen ~3/4 vollen Eimer „schwarzes Gold“ geerntet, den wir in mehrere große Blumkübel (draußen) und ein paar kleine Blumentöpfe (drinnen), zur Verbesserung der Erde, verteilt und eingearbeitet haben.


Wir sind immer noch total begeistert von der Wurmkiste. Die Wurmkiste riecht nach wie vor nur beim Öffnen und „direktem Nase in die Kiste halten“, dezent nach Waldboden und wir hatten ansonsten auch noch keinerlei Probleme mit der Haltung unserer 500 Mitbewohner. Diese lassen sich am besten als sehr stilles, unaufälliges Volk, dass am liebsten unter sich ist, beschreiben.
Vor der Ernte des Humus hatten wir uns ehrlich gesagt ziemliche Gedanken gemacht, ob der Humus schon fertig ist oder ob das Umsiedeln der Würmer von der oberen Box wieder in die Hauptbox Probleme bereiten könnten. Die Angst, dass der Humus noch nicht fertig sein könnte, war völlig unbegründet und mit Hilfe der Polenta wurden fast alle Würmer in die grüne Kiste gelockt, weswegen die Ernte keinerlei Probleme darstellte.
Neben der Gewinnung von Wurmtee und Humus sind natürlich auch die kleinen Entdeckungen wie das Wurmei, dass uns völlig fasziniert hat, tolle Extras dieses kleinen biologischen Systems.
Falls Ihr Fragen zur Ernte des Wurmhumus etc. habt, schickt mir einfach eine Mail oder schreibt einen Kommentar.
Liebe Grüße Marie
Ein schnelles leckeres Gericht, dass hervorragend zu Salat passt oder sich auch gut als Snack für zwischendurch eignet.
Die Böreks schmecken sowohl warm als auch kalt hervorragend. Ich habe sie mit einem Kichererbsen/Avocadosalat serviert. Dieses Rezept werde ich bei Gelegenheit auch posten.
Kosten: <=5€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 20-30 Minuten Backzeit
Menge: 4 Portionen

Lasst es euch schmecken.