Veganes Kürbisrisotto

Letzte Woche haben wir, passend zu der kalten Jahreszeit, ein leckeres Kürbisrisotto gekocht.

Eine Grundzutat für Risotto ist eine kräftige Gemüsebrühe. Wer nicht ganz so viel Zeit hat, kann auch einfach Gemüsebrühpulver verwenden.

Käseliebhaber bzw. Nicht-Veganer können natürlich auch noch etwas Pecorino (normalerweise aus Schafskäse, am Besten einen kurzen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen bzw. am Marktstand fragen) zum Schluss über das angerichtete Gericht streuen.



Kosten: < 10€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 1h köcheln lassen
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • 1 kleiner Hokkaidokürbis
  • 1 Bund Suppengrün
  • 3 Zwiebeln
  • 300g Risottoreis
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin
  • 1 – 2 EL Curry
  • 1 Msp. Muskatnuss
  • 3 – 4 EL pflanzliche Margarine
  • Pfeffer
  • Kräutersalz
  • Olivenöl
  1. Zur Herstellung einer frischen Gemüsebrühe das Suppengrün, eine Zwiebel und den Ingwer schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Das kleingeschnittene Gemüse, zwei Lorbeerblätter und einen Teelöffel Salz in einen großen Topf geben und mit ca. 2,5l – 3l Wasser übergießen, bis das Gemüse schwimmt. Jetzt die Suppe für eine kräftige Gemüsebrühe mindestens 1/2h bis 1h köcheln lassen.
  2. Währenddessen den Kürbis, die Zwiebeln und den Knoblauch in kleine Stücke schneiden.
  3. In einer großen Pfanne die kleingeschnittenen Zwiebeln und den Risottoreis in 3 EL Olivenöl andünsten, bis der Reis glasig wird. Anschließend den Kürbis und den kleingehackten Knoblauch mit in die Pfanne geben und ca. 5 Minuten anbraten.
  4. Unter ständigem Rühren wird nach und nach Gemüsebrühe zum Reis in die Pfanne geben. Nur so viel Gemüsebrühe hinzugeben, dass der Reis und das Gemüse leicht benetzt sind und diese einkochen lassen. Wenn die Masse andickt, wieder etwas Gemüsebrühe hinzugeben. Diesen Vorgang so lang wiederholen, bis der Reis fast gar ist (am besten einfach immer wieder probieren :-D). Nun das Gericht mit dem Kräutersalz, Pfeffer, Rosmarin, Currypulver und Muskatnuss abschmecken und die Flüssigkeit vollständig einkochen lassen, bis das Gericht sämig ist und der Reis vollständig gegart ist.
  5. Das Risotto kann nun serviert werden. Nicht-Veganer können auch noch etwas geriebenen Parmesan über das angerichtete Risotto streuen.

Bon appétit!

Püfferkes

Püfferkes ist eine niederrheinische Spezialität, die traditionell zum Sankt Martins Fest am 11. November gegessen wird.

Das mit Rosinen gespickte Hefegepäck wird in Fett ausgebacken und anschließend in 1 EL Zucker gewälzt. Diesen letzten Schritt lasse ich bei der Zubereitung weg, da mir persönlich die „naturellen“ Püfferkes am besten schmecken.

Am Niederrhein sind Püfferchen am Martinsabend ein Muß. Man kann gar nicht zu viele davon machen. Warm gegessen haben sie Suchtpotenzial.



Kosten: <= 5€
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + Teig 1h ruhen lassen
Menge: 6 Portionen

Zutaten

  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 50g Zucker
  • 2 Eier
  • 1/2 l Hafermilch
  • 75 g Rosinen
  • 1,5 l Pflanzenöl zum Braten und Fritieren
  1. Zuerst wird die Trockenhefe mit dem Mehl vermischt.
  2. Dann wird die Milch mit dem Zucker leicht erwärmt (handwarm oder wenn ihr es genau nehmt auf 37°C)
  3. Die erwärmte Milch in eine tiefe Schüssel oder in die Teigschüssel der Küchenmaschine geben. Die Eier und das Mehl zugeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine ca. 10 Minuten kneten. Der Teig wird nicht fest, sondern hat eher die Konsistenz von Eierkuchenteig.
  4. Die Rosinen werden mit warmen Wasser in einem Sieb gewaschen und anschließend in den Teig gerührt.
  5. Anschließend wird die Teigschüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt und an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde stehen lassen. Der Teig nimmt dann fast das doppelte Volumen ein.
  6. In einem großen Topf werden 1,5 l Pflanzenöl erhitzt. Sehr gut ist ein Wok geeignet. Dieser hat eine sehr große Oberfläche, und man benötigt nicht so viel Öl. Das Öl ist heiß genug, wenn an einem Holzlöffel oder Schaschlikstäbchen kleine Bläschen aufsteigen, wenn ihr es in das Öl taucht.
  7. Mit einer kleinen Kelle oder einem großen Löffel gebe ich portionsweise Teig in das Öl. Nach ca. 4 Minuten werden die Püfferchen gewendet, damit die andere Seite garen kann.
  8. Wenn die Püfferchen von beiden Seiten dunkelbraun sind, werden sie mit einer Schaumkelle aus dem Öl gehoben und auf Küchenpapier gelegt, um das überschüssige Fett zu entfernen.
  9. Die Püfferchen schmecken am besten noch warm. Wer möchte, kann sie nach dem Backen noch in Zucker wälzen.

Nudelauflauf nach griechischer Art

Ein schmackhaftes Nudelgericht ohne Kuhmilchprodukte und ohne Nachtschattengewächse zu kreieren, scheint erst einmal schwierig zu sein. Diese Sorge ist jedoch völlig unbegründet.

Dieser Nudelauflauf ist neben Lachslasagne (werde ich euch bei Gelegenheit vorstellen) eines meiner Lieblingsnudelgerichte, da es nicht nur super schmeckt, sondern auch sehr schnell zubereitet ist. Ich habe den Auflauf auch schon für mehrere meiner „allesessenden“ Freunde gekocht und bisher waren alle total begeistert. Vor allem von der Ingwernote im Gericht.

Eine Freundin von mir verkostete entzückt die Nudeln mit der Soße aus Feta und Schafs-/Ziegenjoghurt bevor diese in den Auflauf geschichtet wurden und meinte, dass sie sich diese auch als eigenständiges Nudelgericht sehr gut vorstellen kann, wenn es mal schnell gehen muss.



Kosten: <= 10€
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + min. 20 – 30 Minuten Backzeit
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • 600g TK-Blattspinat
  • 250g Kritharaki (kleine Nudeln in Reisform)
  • 200g Ziegenjoghurt
  • 2 x 200g Feta (oder Schafsweichkäse)
  • 3 Knoblauchzehen
  • ein mittleres Stück Ingwer
  • 1 TL Kümmel
  • 1 großer Zweig Rosmarin
  • Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Den Blattspinat auftauen lassen. Bei wem es wie bei mir schnell gehen muss den Spinat bei ca. 50°C Umluft in eine Ofenform geben und tauen lassen. Dafür einfach einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Anschließend den Spinat ausdrücken und die Flüssigkeit abgießen.
  2. Währenddessen die Nudeln in Gemüsebrühe 10 Minuten kochen lassen. Wichtig ist, dass die Nudeln noch nicht ganz durch sind, da sie später im Ofen weiter gegart werden.
  3. Die Knoblauchzehen und den Ingwer in sehr feine Stücke hacken und auf dem aufgetauten Spinat in der Auflaufform verteilen. Anschließend den Rosmarin zusammen mit dem Kümmel, am besten in einem Mörser zerkleinern. Die Gewürze mit dem Ziegenjoghurt, 200g fein gekrümelten Feta, Pfeffer und etwas Salz (Vorsicht Feta enthält meist von Haus aus viel Salz) vermischen. Dieses Gemisch unter die abgetropften heißen Nudeln ziehen.
  4. Jetzt die Nudelmasse auf dem Blattspinat verteilen und mit dem restlichen Feta bestreuen. Die Auflaufform nun bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 20 – 30 Minuten backen, bis der Feta goldbraun wird.

Haut rein! 😉

Erste Ernte der Wurmkiste

Ernte der Wurmkiste

Zum ersten Mal haben wir reifen Humus aus unserer Wurmkiste geerntet.

Fünf Tage vor der anstehenden Ernte haben wir unsere Mitbewohner mit
2 – 3 EL Maisgrieß (verteilt auf die gesamte Oberfläche) gefüttert und damit in den oberen Bereichs ihres Apartments (grünen Korb) der Wurmkiste gelockt. Nachdem so gut wie alle unsere Würmer, begeistert von dem außergewöhnlichen Futter, nach oben gezogen waren, konnte die Ernte beginnen.

Um den Reinigungsaufwand in der Wohnung möglichst gering zu halten, haben wir die Wurmkiste, für die Zeit der Ernte, auf die Terasse gestellt.

Eimer und Schaufel standen parat und nun konnte es endlich losgehen.

Zuerst wurde die Erntekiste (grüne Box) aus der Wurmkiste herausgehoben und auf die Seite gestellt. Dabei stellten wir fest, dass einige Würmer auch zwischen der grünen Kiste und der Wurmkistenwand abhingen, weswegen sich die Terrasse als hervorragender Umzugsort entpuppte. Wir haben die grüne Kiste auf Zeitungspapier gestellt, um an den sich unten befinden Humus zu kommen. Die Würmer haben sich, nachdem sie das Tageslicht erblickten, zügig in den grünen Korb verkrochen. Lediglich zwei/drei wollten die Gunst der Stunde nutzen und die Umgebung erkunden.

Im unteren Bereich der Wurmkiste befand sich der reife Humus. Einzelne sichtbare Würmer haben wir vorsichtig hochgehoben und zu ihren Kollegen in die grüne Kiste gesetzt.

Nun konnten wir den Humus vorsichtig mit einer Schaufel und zum Schluss mit den Händen, um die Membran, die die Wurmkiste zu der Schublade mit dem Wurmtee abgrenzt, nicht zu beschädigen, aus der Kiste in den Eimer schaufeln.

Beim Verlagern des Humus fanden wir neben weiteren vereinzelten, in der Erde umherkriechenen Würmern, die wir zurück in die grüne Erntekiste setzten, auch ein Wurmei. Denis und ich waren begeisert.

Dieses kleine Ei (s. unteres Foto) faszinierte uns sehr, da man in diesem ein „Wurmbaby“ entdecken konnte. Wir haben versucht dieses kleine Geschöpf mit Hilfe einer Kamera für Euch festzuhalten. Auf dem unteren Bild kann man ein hellbraunes Ei, seitlich vom Fingernagel erkennen, in welchem man bei genauem Hinsehen einen kleinen Wurm entdeckt.

Im Anschluss an die erfolgreiche Humusernte, haben wir die Wurmkiste wieder mit angefeuchtetem, kleingerissenem Karton und Zeitunspapier bestückt (ca. 5 cm hoch), bevor wir die Würmer incl. des noch nicht komplett verdauten Kompost aus dem grünen Korb in die Wurmkiste umgesiedelt haben. Man sollte bei der Umsiedlung auch die grünen äußeren Seitenränder der Box nicht vergesen, an welchen sich einige Würmer versteckt hatten.

Nach der kompletten Entleerung der grünen Kiste in die Wurmkiste haben wir die Hanfmatte direkt auf den Kompost gelegt. Das Ganze haben wir dann zwei / drei Tage stehen lassen, bevor wir wieder die Futterkiste eingesetzt haben und mit der Fütterung im oberen Teil begonnen haben.

Insgesamt haben wir einen ~3/4 vollen Eimer „schwarzes Gold“ geerntet, den wir in mehrere große Blumkübel (draußen) und ein paar kleine Blumentöpfe (drinnen), zur Verbesserung der Erde, verteilt und eingearbeitet haben.


Unser bisheriges Fazit zur Wurmkiste:

Wir sind immer noch total begeistert von der Wurmkiste. Die Wurmkiste riecht nach wie vor nur beim Öffnen und „direktem Nase in die Kiste halten“, dezent nach Waldboden und wir hatten ansonsten auch noch keinerlei Probleme mit der Haltung unserer 500 Mitbewohner. Diese lassen sich am besten als sehr stilles, unaufälliges Volk, dass am liebsten unter sich ist, beschreiben.
Vor der Ernte des Humus hatten wir uns ehrlich gesagt ziemliche Gedanken gemacht, ob der Humus schon fertig ist oder ob das Umsiedeln der Würmer von der oberen Box wieder in die Hauptbox Probleme bereiten könnten. Die Angst, dass der Humus noch nicht fertig sein könnte, war völlig unbegründet und mit Hilfe der Polenta wurden fast alle Würmer in die grüne Kiste gelockt, weswegen die Ernte keinerlei Probleme darstellte.
Neben der Gewinnung von Wurmtee und Humus sind natürlich auch die kleinen Entdeckungen wie das Wurmei, dass uns völlig fasziniert hat, tolle Extras dieses kleinen biologischen Systems.

Falls Ihr Fragen zur Ernte des Wurmhumus etc. habt, schickt mir einfach eine Mail oder schreibt einen Kommentar.

Liebe Grüße Marie

Knusprige Böreks mit Zucchini und Schafskäse

Börek

Ein schnelles leckeres Gericht, dass hervorragend zu Salat passt oder sich auch gut als Snack für zwischendurch eignet.

Die Böreks schmecken sowohl warm als auch kalt hervorragend. Ich habe sie mit einem Kichererbsen/Avocadosalat serviert. Dieses Rezept werde ich bei Gelegenheit auch posten.



Kosten: <=5€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 20-30 Minuten Backzeit
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • Yufkateig oder Filoteig (Teigblätter, am besten Dreiecke)
  • 2 kleine Zucchini (~ 300 g)
  • 200g Schafskäse in Salzlage
  • 1 Bund Dill
  • Schwarzkümmel oder Sesamsaat
  • Pfeffer
  • Salz
  • Muskatnuss
  1. Zuerst den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Die Zucchini werden auf dem Gemüsehobel in feine Streifen geraspelt und in eine große Schüssel gegeben.
  2. Danach gebt ihr den zerbröselten Schafskäse und den klein gehackten Dill dazu. Die Masse mit einem Kochlöffel vermischen und kräftig mit Pfeffer und Muskatnuss würzen. Da der Schafskäse schon viel Salz enthält, nur vorsichtig salzen.
  3. Die Börekteigblätter einzeln aus der Folie nehmen und mit etwas Wasser bepinseln. Das geht am besten mit einem nassen Backpinsel. Anschließend 1 – 2 Eßl. Zucchinimasse auf den oberen Teil des Dreiecks geben. Dabei einen oberen Rand lassen (s. Bilder).
  4. Dann werden zunächst die beiden Dreieckseiten über der Füllung zusammengeklappt und anschließend der obere Rand hinuntergeklappt. Jetzt das ganze herunterrollen bis der untere Zipfel des Teigs erreicht ist. Damit die Röllchen besser halten, die Schnittkanten noch einmal mit Wasser bepinseln.
  5. Die fertigen Röllchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit Schwarzkümmel (oder Sesamsaat) bestreuen und ab in den Ofen. Nach 20-30 Minuten könnt ihr die fertigen Zigarrenröllchen aus dem Ofen nehmen.

Lasst es euch schmecken.

Süßkartoffel

Im Mai 2019 stand ich vor der großen Frage, was ich in den großen Trog, der den Gullideckel in unserem Vorgarten verdeckt, pflanzen soll. Es war klar, dass ich vor allem blühende, hängende Pflanzen pflanzen würde. Zwischen den Blühpflanzen sollte es aber auch etwas grünes „Laub“ geben. Ursprünglich hatte ich an Lakritzkraut gedacht. Dieses hatte die Gärtnerei in unserer Nähe leider nicht, weshalb mir die Gärtnerin riet doch Süßkartoffeln zu setzen, da diese ebenfalls sehr schönes Laub besitzen. Damals dachte ich aus irgendeinem Grund gar nicht darüber nach, dass diese Pflanze auch essbare Knollen hat, die momentan einen ziemlichen Hype in Deutschland erleben, in Form von Pommes etc..

Zu Hause habe ich die zwei Pflänzchen dann eingepflanzt, und mir wurde bewusst, dass ich im Herbst evtl. Süßkartoffeln ernten kann. Die Süßkartoffelpflanzen waren über den Sommer hinweg sehr pflegeleicht. Ich habe sie in sehr humusreiche Erde (Kompost), an einen vollsonnigen Standort gesetzt und alle 2-3 Tage je nach Wetter gegossen.

Die Pflanzen haben sich mit der Zeit prächtig entwickelt. Auf dem oberen Foto ist eine Pflanze zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die zweite (s. unteres Foto). Das Laub war über den ganzen Sommer sehr saftig grün. Im September begann es sich dann langsam gelb bis leicht braun zu färben. Im Hochsommer habe ich leider keine Fotos gemacht.

Jetzt im Oktober hat sich das Laub weiter gelb und braun verfärbt und man kann mit der Ernte beginnen.

Ehrlich gesagt war ich etwas skeptisch, ob sich überhaupt Süßkartoffeln gebildet haben. Zuerst habe ich das Grün der Pflanze entfernt und dabei einen Teil der Wurzeln rausgerissen.

Die Enttäuschung war sehr groß, denn weit und breit war keine Süßkartoffel zu sehen. Nachdem ich ein bisschen tiefer Richtung Boden gegraben hatte, traf ich auf etwas Hartes. Einen Stein. Mir war schon zum Aufgeben zumute, als ich beim Graben nochmal auf etwas Hartes stieß. Beim genauen Hinsehen konnte ich die rötliche Haut der Süßkartoffel erahnen.

Jetzt grub ich natürlich zügig weiter und hatte kurz darauf zwei dicke Süßkartoffeln in der Hand. Auch die zweite Pflanze hatte zwei große Süßkartoffeln angelegt. Voller Stolz habe ich die Knollen natürlich sofort meiner Familie präsentiert (der einizige, der die ganze Aufregung nicht so ganz nachvollziehen konnte, war unser Hund :-D).

Für das nächste Jahr ist auf jeden Fall schon sicher, dass der grüne Part meiner Blumenkästen mit Süßkartoffeln bestückt wird, da man neben dem schönen Laub während des Sommers am Ende der Lebenszeit der Pflanze noch eine schöne Überraschung unter der Erde findet.

Zwei der Süßkartoffeln wurden übrigens zu Pommes verarbeitet, die sehr hervorragend geschmeckt haben. Die anderen beiden warten an einem dunklen Ort noch auf ihre Verwertung.

Natürlich wurden unsere Würmer auch nicht vernachlässigt. Um den Kreislauf wieder zu schließen, bekamen sowohl diese als auch der Bokashi einen Teil der Ernte, in Form der langsam verwelkenden Blätter ab.

Mit dem entstehenden Wurmhumus und dem Kompost aus dem Bokashisystem werden wir im nächsten Jahr unseren Blumenkästen düngen, was auch den neuen Süßkartoffelpflanzen zu Gute kommen wird.

Falls ihr nächstes Jahr auch einen grünen Part in euren Blumenkästen haben und zusätzlich im Herbst eine Ernte einfahren wollt, denkt mal über die Pflanzung von Süßkartoffeln nach. Allein das Gefühl, eigen produzierte Lebensmittel in der Hand zu halten, ist unschlagbar!

Traubensaft

Passend zum Erntedankfest haben wir heute Trauben bei einem Bekannten gepflückt und mit Hilfe einer Obstpresse entsaftet. Wer keine Obstpresse zu Hause hat, kann natürlich die Weintrauben wie die Holunderbeeren auch mit einem Dampfentsafter entsaften.

Zur Aufbewahrung der Säfte verwenden wir meistens 1l-Weck-Flaschen oder pfandfreie Glasflaschen (z. B. Weinflaschen), die wir das ganze Jahr über sammeln.
Ein großer Vorteil von Weckflaschen ist, dass man direkt am nächsten Tag bzw. wenn diese abgekühlt sind, festellen kann, ob diese ein Vakuum gebildet haben. Bei der Lagerung kann man auch einfach feststellen, ob ein Saft schlecht geworden ist, durch Kontrolle der Festigkeit der Deckel auf den Flaschen. Ist der Saft gekippt, kann man den Deckel meist einfach herabnehmen ohne am Gummi das Vakuum lösen zu müssen.

Auf dem Bild seht Ihr übrigens die Säfte von zwei verschiedenen Traubensorten, weswegen der eine eher dunkellila und der andere hellgelb ist.

In der untenliegenden Diashow könnt Ihr den Herstellungsprozess an Hand der Fotos genau verfolgen. Natürlich wurden die Würmer auch nicht vergessen und mit Resten der ausgepressten Weintrauben gefüttert.



Kosten: 0€ + evtl. Equipment
Zubereitungszeit: ca. 1/2 – 1 Tag (inkl. sammeln, bei einer Menge von 3 Wäschekörben Trauben)
Menge: ~ 35 Liter

Zutaten

  • Weintrauben
  1. Nach dem Ernten der Weintrauben, werden diese vor der Entsaftung gewaschen. Wir haben dafür einen großen Wäschekorb mit Wasser gefüllt.
  2. Anschließend bereitet man die Obstpresse oder den Dampfentsafter vor. Bei der Obstpresse ist es von großem Vorteil ein Presstuch zu verwenden, da sonst große Trauben Stücke in den Saft gelangen.
  3. Nun haben wir die gewaschenen Trauben in die Obstpresse gelegt und mit Hilfe eines Kartoffelstampfers/ Händen zu Maische verarbeitet. Konkret heißt das, dass wir die Trauben zerdrückt haben damit der Saft besser aus ihnen gelangt. Dabei läuft bereits jede Menge Saft aus der Presse in den bereit gestellten Topf.
  4. Wenn die Trauben angequetscht sind, werden diese mit Hilfe der Obstpresse noch einmal richtig ausgepresst.
  5. Den gewonnenen Saft füllen wir anschließend immer in einen Einkochautomat um, da man mit diesem später leicht große Mengen an Flüssigkeit auf einmal erhitzen kann, um den Saft heiß abzufüllen.
  6. Wenn der Einkochautomat gefüllt ist, wird dieser auf der maximalen Stufe erhitzt. Währenddessen werden die Flaschen gespült und anschließend in ein heißes Wasserbad gelegt (damit diese nicht beim Befüllen platzen). Bei Weckflaschen zusätlich die zugehörigen Gummis in heißem Wasser mit einem Schuss Essig erhitzen.
  7. Sobald der Saft auf ~90°C erhitzt wurde, kann dieser mit Hilfe eines Trichters und eines Messbechers in die Flaschen abgefüllt werden.
  8. Anschließend die verschlossenen Flaschen (dieser Schritt muss bei Weck-Flaschen übersprungen werden) kurz auf den Kopf drehen, damit der heiße Saft das Innere der Flasche komplett benetzt. Dadurch soll das Risiko der Keim- und Schimmelpilzbildung minimiert werden.
  9. Danach werden alle Flaschen zusammen in Handtücher eingepackt und über Nacht stehen gelassen, damit sich langsam ein Vakuum bilden kann.
  10. Am nächsten Tag, wenn die Flaschen abgekühlt sind kann man diese noch mit Etiketten versehen und anschließend im gewünschten Lagerort verstauen.

Übrigens schmeckt der Saft nicht nur herrlich, sondern er eignet sich auch hervorragend als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk.

Viel Spaß beim Nachmachen und sollte es Fragen zu der Vorgehensweise geben, kannst du mir einfach einen Kommentar dalassen oder mir eine Mail schreiben.

Herbstliche vegane One-Pot-Pasta

Letztens habe ich einen schnellen Kürbisflammkuchen zubereitet. Da ich lediglich den halben Kürbis verbraucht hatte, stellte sich mir heute die Frage, was ich mit der anderen Hälfte anstellen könnte. Ich hatte mal wieder Lust auf Pasta, aber keine viel abzuspülen :-D. Also ist ein One-Pot-Pasta-Gericht entstanden.



Kosten: >=5€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 20 Minuten Kochzeit
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • 300g Tagliatelle mit Spinat
  • 1L Gemüsebrühe
  • 1/2 mittelgroßer Hokkaidokürbis
  • 1 kleines Stück Kurkuma (1 – 2cm)
  • 1 kleines Stück Ingwer (1 – 2cm)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 – 2 Knoblauchzehe
  • 250g Sojasahne
  • 2 EL Olivenöl
  • frischer Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  1. Ingwer, Kurkuma (jeweils mit Schale), Knoblauch und Zwiebeln fein würfeln. In einem großen Topf 2 EL Olivenöl erhitzen und alles ca. 2 Minuten andünsten.
  2. Währenddessen den Kürbis waschen, entkernen, in mundgerechte Stücke schneiden und mit den Zwiebeln etc. weitere 5 Minuten andünsten.
  3. Die Gemüsebrühe und die Sojasahne zu dem angedünsteten Gemüse hinzufügen und aufkochen lassen.
  4. Wenn die Flüssigkeit kocht, die Nudeln und den Rosmarin hinzufügen. Das Gericht ca 10 – 15 Minuten kochen lassen, bis die Nudeln gar sind und die Soße dickflüssig ist. Anschließend mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Muskatnuss abschmecken.

Guten Appetit!

Semmelknödel mit Pfifferlingrahmsauce à la Gnomi (Kuhmilchfrei)

Herbstzeit ist Pfifferlingszeit. Frische Pfifferlinge haben eine kurze Saison von einigen Wochen von Mitte August bis Mitte Oktober. Semmelknödel mit Pfifferlingrahmsauce (Eierschwammerlsauce) gehört zu meinen liebsten traditionellen Spätsommer-Familiengerichten. Ich möchte Euch das Rezept ohne Kuhmilchprodukte, das extra für mich abgewandelt wurde, verraten. Es schmeckt genauso wie das Original mit Sahne, wobei diese Variante weniger Fett und Kalorien hat.

Kleiner Tipp am Rande: Frische Pfifferlinge erhält man am besten auf dem Wochenmarkt.



Kosten: < 15€
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 20 min. Garzeit
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • Semmelknödel:
    • 1 Tüte (~ 200g) Knödelbrot (–> kann man in Süddeutschland fertig beim Bäcker kaufen)
      alternativ
      4 – 5 (~ 200g) altbackene in Scheiben geschnittene Brötchen (min. 2 Tage alt, desto trockener umso besser)
    • 150ml Hafermilch
    • 2 Eier
    • 1 Zwiebel
    • 1/2 Bund glatte Petersilie
    • 10g Magarine (Achtung häufig enthält Magarine Milcheiweiß –> Magarine der Firma Alsan enthält z.B. keins)
    • Pfeffer
    • Salz
    • Muskatnuss
  • Pfifferlingssauce
    • 400g Pfifferlinge (frische Pfifferlinge sind goldgelb und sollten keine vertrockneten Stiele haben)
    • 1 Zwiebel
    • 1/2 Bund glatte Petersilie
    • Pfeffer
    • Salz
    • Cayennepfeffer
    • Saft einer halben Zitrone
    • 250ml Sojasahne
  1. Das Knödelbrot wird in eine große Schüssel gegeben und kräftig mit Pfeffer, Salz und geriebener Muskatnuss gewürzt. Die Hafermilch lässt man ganz kurz aufkochen und schüttet diese über das Knödelbrot. Die mit einem Küchentuch abgedeckte Schüssel ca. 10 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit schneide ich die Zwiebel in kleine Stücke und schwitze diese in einer Pfanne in Margarine an. Die Petersilie wird fein gehackt.
  2. Die Zwiebel, Petersilie und zwei Eier zu dem eingeweichten Knödelbrot geben. Achtung, das Brot muss fast trocken aussehen. Anfänger machen häufig den Fehler zuviel Flüssigkeit zuzugeben, was die Knödel matschig macht. Die Masse anschließend mit den Händen vermengen und kneten, bis alle Zutaten gut miteinander vermengt sind.  Es bildet sich ein griffiger Teig, der nicht mehr an den Händen kleben soll. Wenn der Teig zu feucht ist, noch etwas Brot zufügen. Den Teig in acht gleich große Portionen teilen und Knödel formen. In einem breiten Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Knödel bei geringer Hitze (Wasser soll nicht mehr sprudelnd kochen) für 20 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit wird die Pfifferlingssauce zubereitet.
  3. Die Pfifferlinge werden gewaschen und mit einem Küchenpapier von Schmutz befreit. Ich schneide die Zwiebel in sehr kleine Stücke und brate diese in wenig Sojamargarine leicht an. Anschließend werden die Pfifferlinge mit in die Pfanne gegeben und wenige Minuten angebraten. Nach dem Anbraten werden der Saft einer halben Zitrone zugegeben und die Pilze mit Pfeffer, Salz und einer Messerspitze Cayennepfeffer kräftig gewürzt. Nach Zugabe der Sojasahne lässt man das Ganze im offenen Topf für ca. 15 Minuten einköcheln.
  4. Zum Servieren je zwei Semmelknödel auf einen Teller geben mit Pfifferlingssauce übergießen und mit Petersilie bestreuen.

Lass es dir munden :-D.

Schneller Kürbisflammkuchen (Kuhmilchfrei)

Heute hatte ich nicht viel Zeit für die Abendessenzubereitung. Nach der kurzen Inspektion meines Kühlschranks, der noch eine Rolle Blätterteig, einen Schafsjoghurt, einen halben Kürbis und Feta enthielt, habe ich beschlossen einen schnellen Kürbisflammkuchen zuzubereiten.
Den Flammkuchen kann man auch hervorragend als Vorspeise reichen.



Kosten: <10€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 10 Minuten Backzeit Kürbis + ~15 Minuten Backzeit des Flammkuchens
Menge: 2 Portionen (Vorspeise: 6 Portionen)

Zutaten

  • 1 Packung veganen Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 200g Feta
  • 125g Schafsjoghurt
  • 1/2 mittelgroßer Hokaidokürbis
  • 3 rote Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pizzagewürz
  • 2 EL Olivenöl
  • frischer Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Den Kürbis waschen, entkernen und in dünne (~ 1/2 cm breite) Streifen schneiden. Anschließend die Streifen in einer Schüssel, mit zwei Esslöffeln Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren. Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Kürbisspalten auf einem Backblech ca. 10 Minuten backen, bis diese leicht gebräunt sind.
  2. In der Zwischenzeit den Joghurt mit dem zerkrümelten Feta verrühren und eine Knoblauchzehe in die Masse pressen. Anschließend die Creme mit Pfeffer und Salz (Achtung der Feta enthält bereits Salz) würzen.
  3. Die roten Zwiebeln schälen und in Halbringe schneiden.
  4. Den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und mit der Feta-Schafsjoghurt-Creme bestreichen. Nun etwas Pizzagewürz auf die Creme streuen und die vorgegarten Kürbisspalten und Zwiebeln auf dieser verteilen. Zum Abschluß den frischen Rosmarin klein hacken und auf dem Flammkuchen verteilen. Das Blech bei ~175°C ca. 15 Minuten im Ofen backen. Der Flammkuchen ist fertig, sobald der Blätterteig aufgegangen und leicht gebräunt ist.

Buon Appetito!