Last Minute Weihnachtsgewürzkuchen

Die Adventszeit ist dieses Jahr total an mir vorrüber gezogen. Ich bin nicht wirklich zum Plätzchen backen gekommen und heute ist ja schon Weihnachten.

Da ein Rührkuchen schnell gemacht ist und man meist die Grundzutaten zu Hause hat, habe ich mich dazu entschieden zum Kaffeetrinken schnell noch ein paar kleine Gewürzkuchen zu machen. Natürlich kann man den Teig auch mit anderen beliebigen Rührteigen wie z. B. Marmorkuchen etc. ersetzen falls man nicht alles im Haus hat.

Den glatten Schokoladenguss kann man ganz einfach mit einer Silikonform herstellen und bei der Verzierung sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe einfach ein paar Rosmarinzweige in Zucker gewälzt und diese auf die fertig mit Schokolade überzogenen Küchlein gelegt.



Kosten: < 10 €
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + 30 Minuten Backzeit
Menge: 12 mini Gugelhupfe oder 1 Großer

Zutaten

  • 200g Pflanzenmargarine
  • 100g Zucker (wer es etwas süßer mag nimmt 200g)
  • 4 Eier
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Kakao
  • 150 g Mehl
  • 100 g gemahlene Haselnüsse (alternativ 100g Mehl)
  • 100 g kleingehackte Zartbitterschokolade
  • 1 Päckchen Backpulver
  • ca. 1/8 l Pflanzenmilch
  • Für die Glasur: ca. 100 – 200 g Zartbitterschokolade
  • Für die Deko: kleine Rosmarinspitzen, etwas Zucker und Wasser
  1. Für den Teig gibt man alle Zutaten (die Margarine am besten in kleine Stücke schneiden) bis auf die Pflanzenmilch in eine große Rührschüssel und verknetet diese. Die Pflanzenmilch nach und nach zum Teig geben bis dieser sehr dickflüssig ist.
  2. Anschließend den Teig in die Förmchen füllen und bei 180°C ca. 30 Minuten backen (bei einer großen Kastenform den Kuchen ca. 1 h backen). Um zu testen ob die Küchlein fertig sind macht man die Stäbchenprobe. Dafür steckt man einen Holzzahnstocher tief in den Kuchen und zieht diesen wieder raus. Haftet kein Teig daran ist der Kuchen gar.
  3. Die Mini-Kuchen ca. 15 Minuten auskühlen lassen und anschließend vorsichtig aus der Form nehmen. Währenddessen kann man die Schokolade für den Überzug schmelzen und die Silikonform gründlich spülen und abtrocknen. Es sollten sich auf dieser weder Krümel, Fett noch Wasser befinden.
  4. Wenn die Küchlein abgekühlt sind und die Schokolade geschmolzen ist, gibt man ca. 2 – 3 TL Schokolade in die leere Silikonform und verteilt diese mit einem Pinsel. Dann wird der Mini-Kuchen in die Form gepresst und am besten für 1-2 h kühl gestellt. Wer ein schnelleres Ergebnis braucht kann die Silikonform auch ca. 10 Minuten in das Gefrierfach stellen. Nach dem Kühlstellen die Silikonform vorsichtig abziehen.
  5. Jetzt kann man die Kuchen mit gezuckerten Rosmarinzweigen verzieren. Dafür rührt man einen Kleber für den Zucker bestehend aus 2 TL Zuckern und 1 TL Wasser an. In diesen tunkt man die Zweige kurz ein und bestäubt diese anschließend mit dem Zucker. Dann einfach auf die Küchlein legen oder in diese hineinstecken. Lasst es euch schmecken und genießt die Feiertage!

 

Falls ihr Fragen/Anregungen zu den Mini-Weihnachtsgewürzkuchen habt, dann lasst mir gerne einen Kommentar da oder schickt mir eine Mail.

 

Ente in Orangensauce

Fuchs du hast die Gans … ähh nein die Ente ….

Letztes Wochenende gab es Ente in Orangensauce zum Abendessen.

Als Beilage zum leckeren Hauptgericht gab es in der Grillpfanne geschwenktes Wintergemüse mit Rosenkohl, Grünkohl und Möhren. Zusätzlich wollten wir noch Semmelknödel machen. Da die Zeit an diesem Sonntag aber auf einmal Füße bekam und zu rennen anfing, haben wir uns ganz kurzfristig für Nudeln entschieden, da die Ente sonst kalt geworden wäre. Insgesamt war dieses Essen, auf Grund der wunderbaren Orangensoße, der knusprig gegarten Ente und meinem Favorit dem angebratenen Wintergemüse einfach der Hammer und Dank der Nudeln wurden die Semmelknödel auch nicht allzu schmerzlich vermisst.

Im Folgenden habe ich euch das Rezept für die Ente notiert. Die Beilagen haben wir nicht extra aufgeschrieben, da jeder andere Vorlieben hat. Statt Nudeln passen natürlich auch die ursprünglich geplanten Semmelknödel hervorragend dazu. Man könnte auch statt dem Gemüse einfach ganz traditionell Blaukraut zu dieser Ente machen.

Unser Hund Balu hatte auch ein festliches Abendessen. Wir haben für ihn die Innereien der Ente (die bei dieser abgepackt dabei lagen) mit Reis aufgekocht.



Kosten: < 50€
Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten + 2,5 Stunden Garzeit
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Bio-Ente (ca. 2,5 kg)
  • 2 Rosmarinzweige
  • 3 Äpfel
  • 4 Bio-Orangen (Schale sollte verzehrfähig sein)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Möhre
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 2 Gläser Rotwein
  • 1 Tasse Gemüsefond/-brühe
  • 1 TL Puderzucker
  • 1 TL Pimentkörner
  • 1/2 TL Koriander ganz
  • ggf. 1 EL Speisestärke
  • Salz und Pfeffer
  1. Am besten für die Ente zuerst einen passenden Bräter oder ähnliches bereitstellen und diese einmal Probe platzieren. Dann schneidet man als erstes den Bürzel der Ente ab, da sich in diesem eine Drüse befindet, die nicht gerade für einen guten Geschmack sorgt.
  2. Anschließend die Ente gut mit Salz und Pfeffer einreiben. Dafür Salz und Pfeffer am Besten vorher in einem Schälchen miteinander vermischen und mit den Händen auf die Ente auftragen.
  3. Für die Füllung zwei Zwiebeln, zwei Äpfel und eine geschälte Orange in große Würfel schneiden und in einer Schüssel mit frischem Rosmarin, Salz und Pfeffer vermischen. Jetzt kann die Ente von unten gefüllt werden. Dabei die Füllung mit der Hand immer wieder etwas reinpressen. Anschließen verschließt man die Ente mit Hilfe von 3 Holzzahnstochern (s. Foto). Die Flügel werden, damit sie im heißen Ofen nicht verbrennen, am Körper der Ente mit Hilfe von Küchengarn fixiert. Die fertig verpackte Ente jetzt bei 200°C in den heißen Ofen schieben und von beiden Seiten jeweils 30 Minuten anbraten. Seid vorsichtig beim Umdrehen, damit die Haut nicht reißt und man sich schnell die Finger verbrennt.
  4. Dann die Ente kurz aus dem Ofen holen das heiße Fett in eine Tasse oder einen anderen Behälter abgießen (dafür die Ente am Besten kurz auf einer anderen Platte zwischenlagern). Nun eine in Scheiben geschnittene Karotte, eine grob geschnittene Stange Staudensellerie, eine Tasse Gemüsefond/-brühe und eine Tasse Rotwein mit in den Bräter geben und die Ente bei 160°C nochmal mind. 45 – 60 Minuten in den Ofen stecken.
  5. Während die Ente weiter gart, kann man die Beilagen zubereiten und für die Soße die Schale einer Orange abraspeln (die weiße Haut sollte dabei möglichst nicht abgeraspelt werden, da die Soße sonst bitter wird) und die Orange anschließend für die Soße filetieren.Wenn die Ente (gut gebräunt) kurz vor der Entnahme aus dem Ofen steht, erhitzt man eine Pfanne und karamellisiert einen Esslöffel Puderzucker in dieser. Wenn der Zucker karamellisiert ist (goldgelbe Farbe), holt man die Ente aus dem Ofen, platziert diese kurz auf einer anderen Platte um den Bratensud durch ein Sieb zum karamellisierten Zucker zu gießen. Die Ente danach zum warm halten bei niedrigen Temperaturen 70°C im Ofen bis zum servieren warm halten.
  6. Den ausgepressten Saft dreier Orangen, als auch ein Glas Wein und die gemahlenen Pfefferkörner und gemahlenen Koriandersamen zum Bratensud hinzugeben. Nun die Soße gut einkochen lassen und kurz vor dem Servieren die Orangenschale und die filetierten Orangenstücke hinzugeben. Wenn die Soße eingekocht ist kann die Ente mit Beilagen und der Soße serviert werden. Falls die Soße zu dünnflüssig sein sollte, kann diese mit Hilfe von Speisestärke einkocht werden.

 

  • Entenfüllung
  • Schalen und nicht verwertbare Reste
  • Füllen der Ente

Falls ihr Fragen/Anregungen zu der Entenzubereitung habt, lasst mir gerne einen Kommentar da.

 

Bratäpfel (nur zwei Zutaten)


In der Adventszeit liebe ich Bratäpfel. Normalerweise werden diese, ganz traditionell mit einer Marzipan-Rosinen-Nussmischung gefüllt und dazu Vanillesoße gereicht.
Ich hatte noch ein paar Äpfel und Orangenmarmelade im Haus. Daraus haben wir sensationelle Bratäpfel zubereitet. Das Rezept haben wir dieses Wochenende schon zweimal gemacht, da es so lecker war.

Die Bratäpfel bestehen in diesem Rezept nur noch aus zwei Zutaten, aus Äpfeln und einem Fruchtaufstrich/ Marmelade (wir finden bittere Orangenmarmelade dazu sehr lecker). Die Äpfel eignen sich auch hervorragend, wenn spontaner Besuch vor der Tür steht und man nicht alles für Bratäpfel mit Vanillesoße im Haus hat.
Im Reformhaus gibt es übrigens auch tolle Fruchtaufstriche ohne zugesetzten Zucker. Diese werden meist mit Pektin (wird aus Apfelschalen gewonnen) angedickt und beinhalten lediglich den Zucker der eingekochten Früchte. In meinen Augen eine tolle Alternative zur herkömmlichen Marmelade.



Kosten: < 5€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 45 Minuten Garzeit
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • 4 Äpfel
  • Fruchtaufstrich (z. B. Orangenmarmelade)
  1. Äpfel waschen und mit einem Apfelstecher das Kerngehäuse entfernen.
  2. Die Äpfel anschließend mit einem Hobel in dünne Scheiben hobeln. Die einzelnen Scheiben dann mit dem Fruchtaufstrich bestreichen und den Apfel wie ein Puzzle wieder zusammensetzen.
  3. Die gestapelten Apfelscheiben nun in einer Ofenform ca. 45 Minuten bei 175°C Umluft backen.
  4. Anschließend die warmen Apfel mit der Bratflüssigkeit auf einem Teller garnieren.

Buon appetito!



Barbarazweige

Eigentlich wollte ich euch zeigen, wie man Hagebutten zu einem leckeren Pulver, das man zum Beispiel hervorragend zu seinem Müsli essen kann, verarbeitet. Hagebutten sind bekannt für ihren hohen Vitamin C Gehalt.
Am Besten erntet man diese nach dem ersten Frost, da die Früchte dann süßer sind.

Nachdem ich gestern alle unsere Heckenrosen inspiziert hatte, musste ich feststellen, dass unsere Hagebutten von weitem leuchtend rot aussehen, aber bei näherem Betrachten noch relativ unreif sind. Die meisten waren leider noch zum Teil grün und steinhart. Reife Hagebutten sind dunkelrot und geben etwas nach, wenn man auf sie drückt, wie beispielsweise eine reife Mango.

Das Projekt Hagebutte muss also leider noch ein bisschen auf sich warten lassen, bis die Früchte bei uns vollständig reif sind :-D.

Als Alternativprogramm habe ich begonnen, unser Ess- und Wohnzimmer weihnachtlich zu dekorieren, da dieses Wochenende ja schon der zweite Advent ist. Zu diesem Anlaß habe ich auch ein paar Barbarazweige ins Haus geholt. Einige werden sich jetzt bestimmt fragen: „Barbarazweige? Was ist denn ein Barbarabaum bzw. -strauch?“ Barbarazweige sind traditionell Zweige von Kirschbäumen, Pflaumenbäumen oder frühblühenden Sträuchern wie Forsythien oder Ginster. Diese, am besten schräg angeschnittenen, Zweige werden am 4. Dezember (ich bin dieses Jahr etwas später dran), zum Tag der heiligen Barbara, ins Haus geholt und in eine Vase mit Wasser gestellt.

Was ist der Hintergrund?
Die Legende sagt, dass die heilige Barbara als sie zum Christentum übertrat von ihrem Vater in den Kerker gesteckt wurde. Dabei verfing sich laut der Erzählung ein Kirschzweig in ihrem Gewand, welchen sie in ihrem Verließ in eine Vase steckte. Am Tag ihrer Hinrichtung erblühte der Zweig laut der Legende.

Zum Gedenken der hl. Barbara stellen viele Menschen, Kirschzweige ins Haus, die dann bis Weihnachten duftend erblühen (die Bilder werde ich pünktlich zu Weihnachten nachliefern). Falls ihr auch blühende Zweige zu Weihnachten im Haus haben wollt, zögert nicht zu lange, da es sonst zeitlich knapp werden könnte mit der Weihnachtsblüte.

Unsere Würmer dürfen in der Adventszeit natürlich auch nicht zu kurz kommen. Neben den Zweigen seht ihr im linken Fenster einen Zeitunspapier-Olaf-Weihnachtsstern. Ich habe unsere gesamten Fenster mit verschiedenen Zeitungssternen dekoriert (tolle Vorlagen findet man u.a. auf Pinterest). Diese Sterne sind nicht nur kostenkünstig, sondern jeder ist ein Unikat aus recyceltem Zeitungspapier. Mit den entstandenen Schnipseln konnten wir auch wunderbar unsere kleinen Haustiere füttern.

Nach Weihnachten, werden dann auch die Weihnachtssterne, nach dem Entfernen des Tesas, von den Würmern verspeist. Das spart Platz im Keller oder auf dem Dachboden und schafft jedes Jahr neue Kreationen.

Viel Spaß beim Nachmachen.

Marie

Linsensalat

Früher war es für mich absolut undenkbar Rote Beete zu essen. Ich mochte weder den Geschmack noch die Konsistenz der gekochten Rote Beete. Irgendwann wurde ich überredet mal eine rohe Rote Beete zu probieren und ich musste feststellen, dass diese, dünn geschnitten, sogar richtig lecker ist. Seitdem esse ich hin und wieder Rote Beete richtig gerne, wie in diesem Linsensalat.
Natürlich kann man diesen auch mit gekochter statt roher Roter Beete zubereiten. Zum Salat könnten auch angeröstete Walnüsse hervorragend passen. Ich werde berichten, wenn ich das das nächste mal ausprobiere.



Kosten: =< 5€
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Menge: 4 – 6 Portionen als Beilage

Zutaten

  • 300g gelbe oder rote Linsen
  • 2 – 3 Knollen frische oder gekochte Rote Beete
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 L Gemüsebrühe
  • 1 EL Senf
  • 1,5 TL Garam Masala (alternativ Curry)
  • 1 TL Kümmel
  • 6 EL Olivenöl
  • 5 EL Apfelessig
  • Pfeffer
  • Kräutersalz
  • Olivenöl
  1. Zuerst werden die zwei gepressten Knoblauchzehen mit dem Kümmel und dem Garam Masala in einem Topf kurz angedünstet. Dann die Linsen hinzugeben und ca. 3 – 5 Minuten mitanbraten. Anschließend die Gemüsebrühe angießen und die Linsen je nach Packungsanweisung (meist ~10 Minuten) gar kochen.
  2. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe und die Rote Beete in kleine Stücke schneiden. Die Petersilie hacken.
  3. Für das Dressing zuerst den Apfelessig mit dem Senf vermischen und anschließend das restliche Öl sowie etwas Salz und Pfeffer hinzufügen.
  4. Die abgetropften Linsen abkühlen lassen. Die Linsen, die Rote Beete, die Frühlingszwiebeln und die Petersilie in eine Salatschüssel füllen und gut durchmischen. Am Schluss noch das Dressing über den Salat geben und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!