Zitroniger Zucchinikuchen

Dieses Jahr hatten wir sehr viele Zucchinis. Da wir diese nicht nur für herzhafte Gerichte z. B. für eine vegetarisch gefüllte Zucchini verwenden wollten, haben meine Mutter und ich ein Rezept für einen saftigen Zucchinikuchen entwickelt. In folgendem Rezept haben wir eine etwas zu groß geratene Zuchini aus dem Garten verwendet. Normalerweise sind die Kerne einer Zucchini – wenn man diese rechtzeitig erntet – noch klein und man kann diese ohne Probleme mitessen. In unserem Fall waren diese jedoch bereits so groß wie Kürbiskerne und wir haben sie entfernt. Das angegebene Zucchinigewicht, bezieht sich auf die tatsächliche Menge, die gerieben wird.

Kosten: < 10 €
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 60 Minuten Backzeit
Menge: 3 Portionen

Zutaten

  • 400 g Zucchini
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 250 g Mehl
  • 200 g brauner Zucker
  • 150 g neutrales Öl (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Pk Backpulver
  • 3 Eier
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 70 g Puderzucker

Hilfsmittel:

  • Backform
  • Reibe
  • Rührschüssel und Teigschaber
  • Zitronenpresse
  1. Zuerst wird die Zucchini geschält und gerieben. Anschließend die Zitrone heiß abwaschen und die Schale mit Hilfe eines Juliennereißers oder einer Reibe abreiben. Den Backofen jetzt auch 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Eier, die gemahlenen Haselnüsse, den Vanillezucker, das Öl, die geriebene Zucchini sowie den braunen Zucker in einer Rührschüssel miteinander verrühren.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und sieben. Dieses sollte nun Löffelweise in den Teig eingerührt werden.
  4. Die Form mit Margarine fetten und den Teig einfüllen.
  5. Den Kuchen für ca. 60 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C backen. Vor der Entnahme sollte man eine Stäbchenprobe durchführen. Dafür einfach einen Zahnstocher in den Kuchen stecken und herausziehen. Haftet kein Teig mehr an, ist der Kuchen fertig.
  6. Für den Zuckerguss den Saft der Zitrone mit dem Puderzucker verrühren. Wer es süßer mag, kann mehr Puderzucker hinzugeben. Jetzt kann der Kuchen mit der Glasur vorsichtig eingepinselt werden. Ich lasse die Glasur immer trocknen, da mir der Kuchen dann am besten schmeckt.

Falls ihr Fragen/Anregungen zu der Zubereitung des Kuchens habt, lasst mir gerne einen Kommentar da oder schickt mir eine Mail.
Viele Grüße 🙂
Marie

Gefüllte Zucchini

Wir haben dieses Wochenende unsere letzten Zucchini geerntet. Eine habe ich gefüllt und im Ofen zubereitet. Eine andere habe ich für einen leckeren Zitronen-Zucchinikuchen verwendet.
Für die Ofenzucchini kann man entweder eine kugelförmige Zucchini verwenden oder eine große längliche Zucchini, die längs halbiert, ausgehöhlt und gefüllt wird.
Ursprünglich hatte ich bei der Füllung Hefeflocken statt Fetakäse eingeplant. Ich hatte diese leider nicht im Haus, weswegen ich alternativ Fetakäse genommen habe.

Kosten: < 5 €
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 30 Minuten Backzeit
Menge: 3 Portionen

Zutaten

  • 1 Zucchini
  • 1 gekochte rote Beete
  • 5 Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 100 g Bulgur
  • 1/2 Glas Mandelmilch (alternativ: z. B. Hafermilch)
  • 100 g Feta (Veganer können alternativ Hefeflocken verwenden)
  • Olivenöl
  • Kräuter der Provence
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • Currypulver

Hilfsmittel:

  • große Pfanne
  • Auflaufform
  • Schneidebrett und Messer
  • Topflappen
  1. Den Bulgur nach Packungsanweisung zubereiten.
  2. Knoblauch und Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Ingwer habe ich nicht geschält, sondern lediglich in sehr feine Stücke geschnitten. Anschließend alle drei Zutaten in einer Pfanne kurz mit Olivenöl andünsten.
  3. Währenddessen die Zucchini waschen und aushöhlen. Den Deckel der kugeligen Zucchini habe ich wie die geputzten Champignons und die rote Beete in Würfel geschnitten und anschließend mit in die Pfanne gegeben und ungefähr 5 – 10 Minuten angebraten. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Das halbe Glas Mandelmilch und die Kräuter der Provence dazugeben. Alles kurz aufkochen lassen und den fertig gegarten Bulgur sowie den Fetakäse hinzugeben. Gut verrühren und mit Kräutersalz, Pfeffer und etwas Curry abschmecken.
  5. Die Backofenform dünn mit Öl bestreichen. Die ausgehölte Zucchini in der Mitte der Form platzieren und mit der Bulgur-Feta-Gemüsefüllung füllen.
  6. Die Zucchini für 30 – 45 Minuten im Ofen backen. Mit Hilfe eines Zahnstochers kann man hervorragend testen, wann diese gar ist.
    Dafür einfach den Zahnstocher von oben in das Zucchinifleisch stecken. Wenn das Fleisch weich ist und nachgibt, ist die Zucchini gar. Jetzt kann diese serviert werden – lasst es Euch schmecken 🙂 . Achtung die Zucchini ist sehr heiß!

Falls ihr Fragen/Anregungen zu der Zubereitung der gefüllten Zucchini habt, lasst mir gerne einen Kommentar da oder schickt mir eine Mail.
Viele Grüße 🙂
Marie

Gemüsebeet anlegen

Denis und ich wollten schon seit längerer Zeit einen „Gemüsegarten“ im Garten anlegen. Im April war es soweit und wir starteten mit der Planung.

Zuerst skizzierten wir den Garten auf einem DIN A3-Blatt. Geplant haben wir ein großes Gemüsebeet, zwei Hochbeete und ein kleines Gewächshaus. Unsere Skizze übertrugen wir mit Hilfe von kleinen Bambusstäben und einem Wollknäuel auf den Rasen. Dadurch konnten wir räumlich besser abschätzen wie groß die einzelnen Beete und das Gewächshaus werden sollten und besserten an der ein oder anderen Stelle etwas nach.

Nachdem wir mit der Einteilung zufrieden waren, starteten die schweißtreibenden Grabungsarbeiten für das große Gemüsebeet. Zuerst trugen wir mit einem Spaten und einer Spitzhacke die Grasnarbe und ca 25 cm tief den sehr sandigen Boden ab. In der Erde befanden sich extrem viele Wurzeln, die wir mit Hilfe eines großen Siebes von der Erde getrennt haben. Anschließend haben wir bei unserem Wertstoffhof einen großen Anhänger Humus geholt und in der Mitte des Beetes aufgeschüttet.

Mit der Spitzhacke haben wir am Rand des Beetes eine tiefe Furche gezogen und große Rasenkantensteine als Begrenzung für das Beet gesetzt. Das Beet wurde dann mit der ausgehobenen frisch gesiebten Erde, die mit einem weiteren großen Anhänger Humus vom Wertstoffhof vermengt wurde, aufgefüllt.

Vor zwei Jahren haben meine Eltern alte Holzdielen aus dem Wohnzimmer entfernt und ich habe diese – zum Missfallen meiner Eltern – für eine spätere, noch unbekannte Verwendung vor der Garage gelagert. Denis und mir kam die Idee, dass wir diese hervorragend als Umrandung für den ganzen Gemüsegarten verwenden könnten. Gesagt, getan.

Nachdem wir um das ganze abgesteckte Areal, bis auf den Platz für das Treibhaus, eine große Fuge gezogen hatten und die ehemaligen, unbehandelten Wohnzimmerdielen versenkt hatten, haben wir die Grasnarbe im Bereich zwischen dem Beet und den Holzdielen abgetragen. Den Bereich haben wir mit einem Unkrautvlies ausgelegt und mit groben Holzspänen ohne Rinde aufgefüllt. Wir haben keinen Rindenmulch verwendet, da dieser den Boden sehr sauer machen kann und uns die hellen Holzspäne besser gefallen.

Nach der Fertigstellung des Beetes konnten wir endlich mit dem Einpflanzen der vorgezogenen Pflanzen, einem schwarzen und roten Johannisbeerstrauch, einer Stachelbeere, einem Aroniastrauch, Karotten, Rhabarber und u.a. einer Süßkartoffel, die wir im letzten Jahr geerntet hatten, beginnen. Zur besseren Fortbewegung auf dem Gemüsebeet, haben wir drei alte Dielen auf diesem platziert.

Nach acht Wochen ist die Süßkartoffelknolle schon ziemlich stark gewachsen (re. Bild, hellgrüne Blätter; die dunkelgrünen Blätter stammen von einer anderen Sorte).

Ein gut befreundeter Nachbar, der uns auch Tipps beim Anlegen des Beetes gegeben hat, hatte noch ein Gestänge von seinem ehemaligen Frühbeet übrig und uns dieses geschenkt. Im Baumarkt haben wir uns eine UV-beständige Teichfolie besorgt und diese mit Hilfe von Ösen, Bambusstäben und Kabelbindern an dem Gestänge, das uns als Frühbeet etc. dient, befestigt.

Da wir auch Bohnen pflanzen wollten, haben wir uns ein Rankgitter aus Bastfasern und riesigen Bambusstäben gebaut. Die Bambusstäbe haben wir ebenfalls von einem unserer Nachbarn, der die verschiedensten Bambussorten anbaut und uns immer wieder mit Frischen versorgt, bekommen. Für unseren Kürbis, der mit der Zeit immer größer wird, haben wir ein altes Holz-Rankgitter in den Komposthaufen gesteckt, das er mittlerweile schon überrankt hat.

Hier ein kleiner Einblick in unser geerntetes und das wachsende Gemüse:

Aktuell genießen wir das große Gemüsebeet sehr und wollen im Herbst noch zwei Hochbeete bauen. Ich werde Euch im Herbst berichten, wie wir diese genau bauen werden. Übrigens die runden Zucchinis kann man nach dem Aushöhlen sehr lecker füllen ;-).

Falls ihr Fragen/Anregungen zum Bau des großen Gemüsebeets habt, lasst mir gerne einen Kommentar da oder schickt mir eine E-Mail.

Viele Grüße 🙂
Marie

Holunderblütensirup

Im Sommer trinke ich sehr gerne eine kalte Holunderblütenschorle oder ab und an ein Glas spritzigen Hugo oder Bowle. Der für die Getränke benötigte Holunderblütensirup kann ganz einfach selbst hergestellt werden.

Für die Zubereitung benötigt man unter anderem den Saft von sechs Zitronen. Da die Zitronenschale (Achtung, nur unbehandelte Zitronen verwenden) in diesem Rezept nicht verwendet wird, löse ich diese mit Hilfe eines Juliennereißers ab und dörre diese für andere Rezepte. Dadurch wird die Zitrone komplett verwertet und man kann die getrockneten Schalen für Tees, Milchreis etc. verwenden.



Kosten: < 5 €
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 8 h ziehen lassen
Menge: 3,5 Liter

Zutaten

  • 3 Liter Wasser
  • 300 g Rohrohrzucker
  • Saft von 6 Zitronen
  • ein kleines Stück Ingwer ~1 cm
  • 8-10 kleine oder 6 große Holunderblütendolden

Hilfsmittel:

  • großer Topf
  • feines Sieb
  • verschiedene Glasflaschen zu abfüllen
  • Juliennereißer für die Zitronenschale
  • Trichter
  • Küchenhandtuch
  • Kochlöffel
  • Schöpfkelle
  1. Zuerst müssen die Holunderblüten gesammelt und leicht ausgeschüttelt werden, um sie von Insekten zu befreien. Die Holunderblüten auf keinen Fall abwaschen, da sie sonst ihr Aroma verlieren.
  2. Den Saft von 6 Zitronen auspressen (falls die Zitronenschale getrocknet werden soll, sollte man die Schale zuvor mit einem Juliennereißer entfernen) und anschließend mit dem Zucker und dem Wasser in einem großen Topf verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat.
  3. Den Ingwer in dünne Scheiben schneiden und mit den Holunderblüten in das Zucker-Zitronen-Wasser geben. Die Holunderblüten sollten kopfüber in das Wasser eingetaucht werden. Der grüne Stengel sollte aus dem Wasser herausragen (s. Bild in der Bildergalerie).
  4. Den Topf nun abgedeckt über Nacht stehen lassen, damit sich das Aroma der Blüten voll entfalten kann.
  5. Am nächsten Tag wird der Sirup mit Hilfe eines Siebs gefiltert, um die Holunderblüten und den Ingwer herauszufiltern. Anschließend wird der Sirup kurz aufgekocht und heiß mit Hilfe eines Trichters in die zuvor gereinigten Flaschen abgefüllt. Tipp: Damit die Flaschen beim Befüllen mit der heißen Flüssigkeit nicht platzen, legt man diese am besten zuvor bis zum Befüllen in ein heißes Wasserbad.
  6. Die Flaschen nach dem Verschließen am besten einmal kurz auf den Kopf drehen, damit die Flüssigkeit den ganzen Innenraum dieser benetzt. Ich packe die Flaschen meist in Handtücher ein damit diese langsam abkühlen.
  7. Wenn die Flaschen am nächsten Tag abgekühlt sind beschriftet man diese und stellt am besten direkt eine für den anschließenden Genuss in den Kühlschrank. Ich verköstige den Sirup meist mit Sekt oder als Schorle mit Mineralwasser. Eine leckere Ergänzung sind Minzblätter in der Schorle.

 

Falls ihr Fragen/Anregungen zu der Zubereitung des Holundersirups habt, dann lasst mir gerne einen Kommentar da oder schickt mir eine Mail.

Holunder

Aktuell kann man in vielen Gärten sowie an vielen Waldrändern große Sträucher/kleine Bäume mit cremeweißen Blüten erkennen. Meistens ist das der schwarze Holunder.

Der Holunderbaum wurde im Mittelalter gegen eine Reihe von Leiden eingesetzt. Die Rinde und die Wurzeln wurden beispielsweise als Abführmittel verwendet und die Blätter zur Reinigung des Blutes. Bei fiebrigen Erkältungen trinke ich meist einen Tee aus den getrockneten Holunderblüten oder meinen absoluten Favoriten heißen Holunderbeerensaft. Die vitamin- und mineralstoffreichen Beeren steigern die körpereigenen Abwehrkräfte und ich habe das Gefühl, dass der Saft Erkältungssymptome deutlich lindert.

Ende Mai/Anfang Juni stehen die meisten Holunderbäume in voller Blüten. Man sollte nicht lange zögern, wenn man die Blüten ernte möchte, da sie nach zwei Wochen meist bereits verblüht sind. Der beste Zeitpunkt zur Ernte der Blüten ist vormittags, wenn der Morgentau verflogen ist. Trockenes, sonniges Wetter ist von Vorteil. Am besten man verwendet zur Ernte eine Schere und hält einen Korb parat. In Plastiktüten verderben die Blüten sehr schnell. Man sollte stets nur das Ernten was man wirklich braucht und maximal 1/3 der Pflanze. Zu Hause angekommen dürfen die Blüten vor der Weiterverarbeitung nicht gewaschen werden, da sonst ihr ganzes Aroma verfliegt und sie ihre Blütenblätter verlieren. Stattdessen schüttelt man diese behutsam aus, um diese von kleinen Käfer und verschiedenen Insekten zu befreien.

Aus den frisch geernteten Blüten kann man leckere Rezepte zubereiten wie Holunderblütensirup, Holunderblütengelee, Holunderküchlein, Tee und viele mehr.

Verwechslungsgefahr des schwarzen Holunders besteht mit dem schwach giftigen Zwerg-Holunder. Dieser entwickelt im Gegensatz zum Holunder keine verholzten Zweige, hat einen aufrechten Blütenstand (der schwarze Holunder: hängender Blütenstand) und in den Blüten befinden sich purpurrote Staubbeutel. Der Zwergholunder wird im Regelfall nur 1,50 m groß (schwarze Holunder 3 – 7 m).

Wenn Ihr im September wie ich Holunderbeerensaft herstellen möchtet, solltet Ihr euch die Plätze der Sträucher gut merken, da man diese jetzt hervorragend aus der ferne an ihren weißen großen Blüten erkennen kann. Im Herbst fallen diese aus der Ferne nicht so leicht auf, da die Beeren schwarz gefärbt sind.