Warmer Ziegenkäse mit karamellisierten Walnüssen auf Salatbett

Heute war Resteverwertung in Form von Salatverwertung angesagt, da dieser schlecht zu werden drohte. Ehrlich gesagt dachte ich nicht, dass heute aus den Resten so ein leckeres Rezept entstehen würde, weswegen ich kaum Fotos gemacht habe. Aber nachdem wir alle geschmacklich überzeugt von diesem Salat waren, habe ich beschlossen, diesen zu bloggen.



Kosten: < 15€ (u.a. 6 Ziegenfrischkäsetaler ~ 9€)
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 15 Minuten Garzeit
Menge: 3 Portionen (Hauptspeise) oder 6 Portionen (Vorspeise)

Zutaten

  • 50g Zucker
  • 50ml Wasser
  • 100g Walnüsse
  • 125g Rucola
  • 1 mittlerer bunter Kopfsalat
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 Frischkäsetaler
  • 1 TL Pizza-Gewürz (Gewürzmischung aus Thymian, Oregano, Basilikum, Rosmarin, Bohnenkraut)
  • Olivenöl
  • Balsamico Creme
  1. Zuerst werden die Walnüsse karamellisiert. Dafür verrührt man den Zucker mit Wasser, bis sich dieser auflöst und lässt das Zuckerwasser in einer Pfanne aufkochen. Das Zuckerwasser einkochen bis es einen leicht hellbraunen Ton bekommt. Anschließend die Walnüsse mit in die Pfanne geben und unter ständigem Rühren karamellisieren. Wenn die Walnüsse vollständig karamellisiert sind, diese vom Herd nehmen und auf ein Backpapier zum auskühlen ausbreiten.
  2. Nun die Ziegenkäsetaler in eine mit Olivenöl eingefettete, ofenfeste Form legen. Die Knoblauchzehe pressen, mit 2 EL Olivenöl und 1 TL Pizzagewürz verrühren und anschließend auf den 6 Ziegenkäsetalern verteilen. Diese im vorgeheizten Ofen bei 150°C 10 Minuten backen.
  3. Währendessen den Rucola und den, in mundgerechte Stücke geschnittenen, Kopfsalat waschen und trocken schleudern.
  4. Die rote Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden.
  5. Auf den Tellern Rucola und den kleingeschnittenen Kopfsalat anrichten. Darauf die dünnen Zwiebelringe platzieren. Zwei gebackene Ziegenfrischkäsetaler vorsichtig auf den Salat legen und diesen mit den karamellisierten Wallnüssen bestreuen. Zuletzt wird je 1 EL Olivenöl und die Balsamicocreme auf dem Salat verteilt.

Lasst es euch schmecken!

Goldene Ingwer-Möhrensuppe

Heute morgen bin ich mit leichten Halsschmerzen aufgewacht und dachte mir eine Suppe mit Ingwer wäre gut. Da wir noch einige Karotten zu Hause hatten, habe ich mich spontan an einer Ingwer-Möhrensuppe versucht. Diese beinhaltet unter anderem Safran, das teuerste Gewürz der Welt (sozusagen das Gold der Küche), weswegen ich das Rezept goldene Ingwer-Möhrensuppe genannt habe.

Ein zusätzlicher Vorteil dieser Suppe ist, dass sie nicht nur gesund ist sondern auch durch das Gemüse ganz viel Futter für die Wurmkiste entsteht (Futter für die Wurmkiste = der mit Schalen bestückte Teller auf dem rechten unteren Bild). Wurmkiste?! Was soll denn das sein? Falls du Interesse an der eigenen direkten Verwertung deiner Küchenabfälle hast oder einfach Neugierig geworden bist, schau doch einfach mal auf die Seite „Wurmkiste“ meines Blogs.



Kosten: < 10€
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 30 MInuten Garzeit
Menge: 2 – 3 Portionen (Hauptspeise) oder 4 Portionen (Vorspeise)

Zutaten

  • 800g Möhren
  • 1 Süßkartoffel ~500g
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (ich habe ein ca 4 x 1,8 cm großes Stück verwendet)
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • 3 EL geröstetes Sesamöl
  • Pfeffer
  • evtl. Salz
  • ~ 8 – 9 Safranfäden
  • 1,5 TL Garam Masala (Just Spices)
  • ~ 3 EL Pinienkerne
  • ~ 3 EL kalte Hafersahne ( ich habe die Oatly Bio Hafer Cuisine Kochcreme verwendet)

  1. Das Gemüse schälen und die Zwiebeln, den Ingwer und den Knoblauch in kleine Würfel schneiden. Die Karotten und die Süßkartoffel in schmale Spalte schneiden.

  2. In einem hohen Topf 3 EL geröstetes Sesamöl erhitzen. Den Ingwer, die Ziebeln und die Knoblauchzehen dazugeben und 3 Minuten andünsten.

  3. Anschließend die Karotten- und Süßkartoffelstücke in den Topf dazugeben und mindestens 10 Minuten auf mittlerer Flamme mit andünsten. Gelegenltiches Rühren nicht vergessen.

  4. Während das Gemüse vor sich hin schmurgelt, die Pininenkerne in einer Pfanne ohne Fett bräunen. Wichtig ist es hier die Pfanne nicht aus den Augen zu lassen, da die Pininenkerne sehr schnell schwarz werden und dann extrem bitter schmecken. Wenn die Pinienkerne angeröstet sind, diese bei Seite stellen und abkühlen lassen.

  5. Nun die Gemüsebrühe in den Topf mit dem geschmorten Gemüse gießen und das ganze weitere 15 Minuten (bis das Gemüse weich genug zum Pürieren ist) mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
  6. In der Zwischenzeit 3 EL der Hafersahne in einen Becher/Schlüssel füllen und diese mit Hilfe eines Milchschäumers ca. 2 Minuten aufschlagen und beiseite Stellen.

  7. Kann man das Gemüse nach der Kochzeit von 15 Minuten leicht mit einer Gabel zerdrücken, kommt jetzt der Pürierstab zum Einsatz. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man das Gericht weitere 5 Minuten kochen lassen. Mit dem Pürierstab nun das Gemüse fein pürieren und je nach gewünschter Konsistenz noch Wasser hinzufügen (bei mir ergab das ganze beim Pürieren eher ein Muß, weswegen ich noch 2 kleine Trinkgläser a 200 ml beim Pürieren hinzugefügt habe.

  8. Jetzt noch die Gewürze (Pfeffer, Safran und Garam Masala) hinzufügen und die Suppe mit Salz abschmecken.

  9. Die Suppe am besten in Schalen oder tiefen Tellern, mit einem Esslöffel Hafersahneschaum, etwas Pininenkernen, kaltgepresstem gerösteten Kürbiskernöl und Petersilienblättern anrichten.

Guten Appetitt!

Ossobuco à la Gnomi

Meine Mama hat letztens ein wunderbares Ossobuco gekocht, das ich euch nicht vorenthalten möchte.

Was genau ist Ossobuco?

Ossobuco ist ein traditionelles italienisches Schmorgericht. Osso buco heißt wörtlich „Knochen mit Loch“. Es handelt sich hierbei um Beinscheiben vom Kalb, welche man in Deutschland in der Regel beim Metzger (min. 2cm dick) vorbestellen muss.

Wir haben als Beilage Bandnudeln dazu gereicht. Alternativ kann man auch Reis oder diverse andere Beilagen je nach Gusto dazu servieren.



Kosten: >= 25€ (–> Hauptkostenfaktor: Fleisch)
Zubereitungszeit: ca. 30-40 Minuten + 1,5 h Garzeit
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • 4 Kalbsbeinscheiben
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 3 mittelgroße Möhren
  • ~4 EL Mehl
  • 200 ml Weißwein
  • 200 ml Wasser
  • Olivenöl
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 3 – 4 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 400g Bandnudeln
  1. Beinscheiben waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Danach von beiden Seiten Pfeffern und Salzen.
  2. Die Beinscheiben in Mehl wälzen. Das überschüssiges Mehl leicht abklopfen.
  3. In einer Kassarolle (oder Bräter) das Olivenöl erhitzen und die Beinscheiben darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten anbraten. Anschließend die angebratenen Fleischstücke aus dem Topf herausnehmen und das Öl und den Bratensatz im Topf lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Zwiebeln und die Knoblauchzehe fein hacken. Anschließend Möhren und Staudensellerie in feine Würfel schneiden.
  5. Die fein gehackten Zwiebeln und Knoblauchzehe in die Kassarolle, in der zu vor das Fleisch angebraten wurde, geben. Eventuell noch einen EL Olivenöl zum Anbraten hinzufügen.
  6. Zwiebeln und Knoblauch ca. 5 Minuten anschwitzen. Danach die gewüfelten Möhren und Selleriestangen hinzufügen und weitere 10 Minuten anbraten.
  7. Nun das Gemüse mit dem Weißwein und dem Wasser ablöschen. Mit Pfeffer und Salz würzen und die bereits angebratenen Kalbsbeinscheiben in die Kassarolle zum Gemüse hinzufügen. Im geschlossenen Topf bei mittlerer Hitze ca. 1,5 h schmoren lassen.
  8. Kurz vor Ende der Garzeit die Beilage (in unserem Falle Bandnudeln) zubereiten.
  9. Nach Ende der Garzeit den Deckel der Kassarolle abnehmen und evtl. die Soße noch etwas einkochen lassen (in diesem Fall das Fleisch herausnehmen und warm stellen).
  10. Zum Schluß die abgeriebene Schale einer Zitrone und die feingehackte Petersilie hinzufügen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und das evtl. herausgenommene Fleisch wieder mit in den Bräter legen.

Lasst es euch schmecken!

Vegane Mousse au Chocolat

Vor kurzem habe ich ein Rezept namens veganer Schoko-Mousse gepostet. Ehrlich gesagt war ich der festen Überzeugung, dass diese Schoko-Mousse die leckerste vegane Variante ist, die ich je gegessen habe. Dieses Statement muss ich wiederrufen.

Meine Mama hat neulich einen leckeren Kichererbsensalat gemacht und wir hatten von den verwendeten Kichererbsen das Abtropfwasser übrig. Da ich bereits auf diversen Blogs gelesen hatte, dass man dieses auch als veganen Eiersatz verwenden kann, wir zufällig noch eine 85% Zartbitter-Schokolade von Lindt zu Hause hatte und noch keinen Nachtisch geplant hatten, habe ich beschlossen eine vegane Mousse au Chocolat auf Kichererbsenbasis auszuprobieren.

Ich kann euch sagen, dass das Rezept der absolute Knaller ist! Den Nachtisch haben 7 Leute (die normalerweise ihre Mousse mit Sahne essen) probiert und alle waren von dieser Variante total überzeugt. Diese Mousse ist noch fluffiger als die bereits vorgestellte und durch die Prise Salz und den Kichererbsensaft, schmeckt sie minmial salzig (mich erinnert es total an salted caramel), was alle extrem lecker fanden.



Kosten: <5€
Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten + min. 2 h Kühlzeit
Menge: 2 – 4 Portionen

Zutaten

  • Abtropfwasser einer 400g Dose Kichererbsen
  • 100g Zartbitter-Schokolade 85%
  • 2 – 3 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  1. Zuerst die Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen.
  2. Während des Schmelzprozesses der Schokolade, den Kichererbsensaft, den Zucker und die Prise Salz in eine Schüssel geben und mit einem Handrührgerät steif schlagen. Die Konsistenz des Kichererbsenschnees entspricht dem von Eischnee (s. Bild). Ich habe ca. 5 Minuten geschlagen, bis ich die Schüssel auf den Kopf stellen konnte und der Kichererbsenschnee wie Eischnee nicht aus der Schüssel geglitten ist.
  3. Wenn die vollständig geschmolzene Schokolade auf Zimmertemperatur abgekühlt ist wird diese mit einem Teigschaber unter den Kichererbsenschnee untergehoben. Anschließend die Mousse für mindestens 2h in den Kühlschrank stellen.

Hau rein!

Tipp:
Frisches Obst wie Himbeeren, Heidelbeeren, Äpfel oder beispielsweise Brombeen sieht nicht nur extrem gut dazu aus, sondern schmeckt auch hervorragend.

Kunterbuntes Linsencurry

Hast Du auch öfters das Problem, dass du viel zu viel Gemüse eingekauft hast und dieses, falls du es nicht umgehend verarbeitest, schlecht zu werden droht?
Mein Lösungsansatz ist in diesem Fall meist ein Curry. Hier kann man einfach wunderbar viele verschiedene Gemüsesorten unterbringen und größere Portionen kochen die man am nächsten Tag noch hervorragend aufwärmen kann (ehrlich gesagt finde ich, dass es am nächsten Tag stets besser schmeckt, da es besser durchziehen kann).



Kosten: >= 10€
Zubereitungszeit: ca. 30-40 Minuten
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Beluga Linsen
  • ~ 2 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Brokkoli
  • 1/2 mittlerer Hokkaidokürbis
  • 3 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 daumengroßes Stück Kurkuma
  • 100 g Baby-Spinat
  • 100 g gemischte Sprossen
  • 6 – 7 Champions
  • 1 Dose Kokosnussmilch (~ 400 ml)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Garam Masala (z. B. von Just Spices)
  • 1 TL Currypulver
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Zuerst werden die Linsen nach Packungsanleitung mit 2 Litern Gemüsebrühe zubereitet.
  2. Während die Linsen vor sich hin köcheln, werden die Zwiebeln, der Knoblauch, das Stück Ingwer und der Kurkuma feingewürfelt.
    Das restliche Gemüse wird gewaschen und abgetropft. Anschließend wird der Kürbis entkernt und ebenso wie der Brokkoli in mundgerechte Stücke geschnitten.
  3. Nun erhitzt man 2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne und dünstet die Zwiebeln, den Knoblauch, den Ingwer, den Kurkuma, den Kürbis und den Brokkoli ca. 5 Minuten an.
  4. In der Zwischenzeit schneidet man die Pilze in feine Streifen.
  5. Nach 10 minütigem Andünsten werden 2 TL Garam Masala, 1 TL Currypulver und eine Dose Kokosnussmilch (ich spüle diese zusätlich immer mit einem Schluck Wasser aus, um nichts von der Kokosnussmilch zu verschwenden) in die Pfanne geben. Dann lässt man das Ganze ca. 10 Minuten köcheln.
  6. Im Anschluss werden der Babyspinat, die Sprossen und die Pilze hinzugefügt und weitere 5 Minuten mit gekocht. Regelmäßiges Umrühren nicht vergesen.
  7. Zu guter Letzt werden die abgetropften Beluga-Linsen untergemischt und das gesamte Gericht mit Salz, Pfeffer und ggf. noch etwas Curry abgeschmeckt.

Ich wünsche einen guten Appetit und wie oben bereits erwähnt lohnt es sich das Curry auch mal über Nacht ziehen zu lassen.