Selbstgemachtes Kräutersalz

Vor zwei Jahren habe ich einen kleinen Kräutergarten zwischen unserem Carport und der Straße angelegt. Das Beet liegt im Osten und meine Mutter war damals felsenfest davon überzeugt, dass die Kräuter dort viel zu wenig Licht bekommen würden. Das Experiment hat gezeigt, dass die Pflanzen dort sehr gut angewachsen ist (vor allem der Rosmarin, der dieses Jahr förmlich explodiert ist und damit leider die Petersilie etwas verdrängt hat :-D). Da es jetzt langsam aber sicher auf die kälteren Jahreszeiten zugeht und mein Kräutersalz, das ich bereits letztes Jahr hergestellt habe, zur Neige geht, werde ich euch heute zeigen, wie man dieses herstellt. Mit Hilfe des Kräutersalzes kann man die aromatischen, frischen Gewürze aus dem Garten auch im Winter in der Küche verfügbar machen. Am besten ist es die Kräuter am frühen Vormittag eines trockenen Tages zu ernten, da der Anteil der ätherischen Öle zu diesem Zeitpunkt am höchsten ist.

Für die Herstellung des Kräutersalzes benötigt man lediglich einen Mixer, Salz und verschiedene frische Kräuter je nach Geschmack. Ein großer Vorteil bei der Verwendung von frischen Kräutern ist, dass das ätherische Öl beim Mixen vom Salz aufgezogen wird. Dadurch schmeckt das Salz, wesentlich aromatischer als Kräutersalz, welches mit kleingehackten getrockneten Kräutern durchmischt wurde. Ich habe im Rezept zweimal die Menge angegeben, da die Hälfte der Menge bei mir gut in den Zerkleinerer passt. Wenn man einen größeren Mixer verwendet, kann man diese selbstverständlich auch auf einmal mixen.

Kräutersalz verwende ich nicht nur morgens, um mein Frühstücksei zu verfeinern sondern auch zum Würzen diverser Gerichte. Übrigens kann das Salz auch hervorragend verschenkt werden. Ich sammle dafür meist über das ganze Jahr kleine Gefäße wie beispielsweise Glasröhrchen, in denen Bourbon-Vanille aufbewahrt wurde, alte Gewürzdosen oder kleine Marmeladengläschen.



Kosten: <5€
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 1- 2h Trocknungszeit
Menge: ~ 240g Kräutersalz

Zutaten

  • 2x 30g frische Kräuter (z. B. 15g Basilikum, 5g Rosmarinnadeln, 5g Tymian, 5g Salbeiblätter)
  • 2x 90g Salz
  1. Zuerst die frischen Kräuter waschen, trocken schütteln und von den Stielen befreien.
  2. Anschließend die gewünschte Kräutermenge (ich verwende immer 30g verschiedene Kräuter auf 90g Salz) in den Mixbehälter geben.
  3. Das Salz zu den Kräutern hinzufügen (ich habe grobes Meersalz verwendet, natürlich kann man auch feinkörnigeres Salz verwenden) und gut mixen. Der Mixprozess sollte solange fortgesetzt werden, bis die Kräuter gleichmäßig zerkleinert worden sind.
  4. Anschließend die Kräuter bei geöffneter Ofentür (einfach einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen) ca. 1 – 2h bei 50°C Umluft im Ofen oder im Dörrautomat trocknen. Wenn die Kräutersalzmischung trocken ist, lässt man diese auf Zimmertemperatur abkühlen und füllt sie in die gewünschten Gefäße.

Viel Spaß beim Nachmachen.

Walnuss-Rucola-Pesto

Wenn ich sehr hungrig bin oder wenig Zeit zum Kochen habe, bereite ich mir meistens ein Pesto mit Nudeln zu.
Ein großer Vorteil von Pesti ist, dass man diese hervorragend mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren kann.
Um die Nudelsauce haltbar zu machen, füllt man diese am besten in ein gespültes Marmeladenglas und bedeckt diese mit einer dünnen Schicht Olivenöl.



Kosten: <10€
Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Menge: 4 Portionen

Zutaten

  • ~ 80g Rucola
  • ein Bund glatte Petersilie
  • 40g Walnusskerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 – 2 TL Limettensaft
  • 7 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 45g gesalzene Macadamia Nüsse (Alternativ: z.B. 45g Pecorino –> meistens aus reiner Schafsmilch hergestellt –> günstige Pecorinos enthalten meist einen gewissen Kuhmilchanteil –> achte beim Einkauf darauf, falls du kein Kuhmilcheiweiß verträgst)
  • 500g Nudeln
  1. Die Nudeln werden nach der Packungsanweisung zubereiten.
  2. Die gesalzenen Macadamia Nüsse klein hacken und auf die Seite stellen.
  3. Den Rucola und die Petersilie gründlich waschen und trocken schütteln. Den Knoblauch schälen und diesen zusammen mit dem grob zerkleinerten Rucola, der grob zerkleinerten Petersilie, den Walnüssen und dem Olivenöl, mit Hilfe eines Pürierstabs oder Mixers, pürieren.
  4. Anschließend die kleingehackten Macadamia Nüsse unterheben und das Pesto mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.
  5. Zu Letzt die fertig gegarten Nudeln abgießen und im noch heißen Topf mit dem Walnuss-Rucola-Pesto gut durchmischen.

Bon appétit!

Abwehrkraft stärkende Hühnersuppe

Wenn der Herbst vor der Tür steht und die Tage etwas kälter werden, beginnt meist leider die Erkältungszeit. Da ich in den letzten Tagen leicht verschnupft war, habe ich mir vorsorglich eine Hühnersuppe mit Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln gekocht, da diese Zutaten als entzündungshemmend gelten.

Da ich leider kein ganzes Suppenhuhn am Samstagabend im Supermarkt erhalten habe, habe ich mich für Hühnerklein entschieden. Hühnerklein besteht meist u.a. aus den fleischarmen Rückenstücken, ist etwas günstiger und eignet sich hervorragend zum Kochen einer Suppe.
Grundsätzlich finde ich es auch gut, wenn alles, von einem geschlachteten Tier verwertet wird und nicht nur die Brustfiletstücke.
Hühnerklein findet man meist in der Tiefkühltruhe von Supermärkten oder man frägt bei seinem ansässigen Metzger gezielt nach.



Kosten: < 10€
Zubereitungszeit: ca. 1/2h + 1,5h Kochzeit
Menge: 6 Portionen (Hauptgericht)

Zutaten

  • 1,5kg Hühnerklein oder ein Suppenhuhn
  • 1 Suppengrün
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 ca. 3cm großes Stück Ingwer
  • 2 Lorbeerblätter
  • 10 Pfefferkörner
  • 1 kl. Dose Safranfäden
  • ~ 2,5L Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • 250g Suppennudeln
  • Gemüse als Suppenbeilage nach Wahl (ich habe 8 Stangen Staudensellerie, 2 Pak Choi, 6 Möhren und ein Bund Petersilie verwendet)

  1. Zuerst wird das Hühnerklein gründlich gewaschen und abgetropft. Das Suppengrün wird gewaschen, geschält und in grobe Stücke geschnitten und mit dem Hühnchen zusammen (bis auf die Petersilie) in einen großen Topf gegeben. Anschließend zwei mit dem Messer angedrückte Knoblauchzehen, die geschälte, halbierte Zwiebel, den in Scheiben geschnittenen Ingwer, die Lorbeerblätter, den Pfeffer und den Safran hinzugeben und das ganze mit Wasser aufgießen bis alles im Topf bedeckt ist (bei mir waren es ca. 2,5L).

  2. Nun den Topfinhalt für ca. 1h bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

  3. Dann die Brühe mit Hilfe eines engmaschigen Siebs abgießen und das Filtrat bei Seite stellen.

  4. Jetzt das gewünschte kleingeschnittene Gemüse für die Suppeneinlage in die Brühe geben und dieses weitere 20 Minuten kochen lassen.

  5. Währenddessen die Nudeln kochen und, wenn eine Fleischeinlage in der Suppe gewünscht ist, das Hühnchenfleisch vom Knochen lösen.

  6. Zu guter Letzt die Nudeln und das Hühnchenfleisch zu der Suppe hinzufügen. Anschließend diese mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Guten Appetit!

Holundersaft

Letztens ist mir aufgefallen, dass bei unseren Nachbarn die Holunderbeeren schon reif sind. Da ich warmen Holundersaft im Winter auf keinen Fall missen möchte, bin ich sofort losgezogen, um die Beeren zu sammeln. In dem Blockbeitrag Holunder, habe ich zusammengefasst, was man beim Sammeln beachten sollte.

Leider musste ich dieses Jahr feststellen, dass die Beeren zum Großteil vertrocknet oder noch nicht ganz reif waren. Nachdem wir alle unsere Sammelplätze abgegrasst hatten (und auch unsere Nachbarn mit Holunderbäumen :-D), hatten wir doch eine Ausbeute von 4 Eimern mit prallgefüllten Holunderbeeren und ich war selig, in der Vorfreude auf den köstlichen Saft. Übrigens machen wir den Saft nicht nur, weil er so hervorragend schmeckt sondern auch, weil wir finden, dass er bei Erkältungen eines der wohltuensten Hausmittel ist, die es gibt. Alternativ verschenken wir diesen auch gerne zu Weihnachten oder anderen Gelegenheiten im Winter.

Damit auch Du in Zukunft deinen eigenen Holundersaft herstellen kannst, erkläre ich dir im Folgenden wie wir bei der Zubereitung der Beeren mit dem Dampfentsafter vorgegangen sind.



Kosten: < 5€
Zubereitungszeit: ca. 1/2 – 1 Tag (inkl. sammeln, bei einer Menge von 4 Eimern Holunderbeeren mit Stiel)
Menge: ~ 9 Liter

Zutaten

  • Holunderbeeren
  • evtl. Zucker
  • reife Holunderbeeren
  1. Nachdem man die Holunderbeeren gesammelt hat, sollte man sich zu Hause ein gemütliches Plätzchen suchen, um die Holunderbeeren von ihren Ästchen zu befreien. Am besten nimmt man eine zweite Schüssel zur Hand und streift die Beeren von ihren Ästchen in die Schüssel ab. Zieht bei diesem Vorgang wie auch schon beim Pflücken am besten alte Kleidung an, da Holunder die Kleidung violett färbt, wenn er mit dieser in Berührung kommt.
  2. Hat man alle Beeren abgestreift, wäscht man diese. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass wenn man die Schüssel in der die Holunderbeeren sind, zum Waschen unter Wasser setzt, die vertrockneteten, unreifen Beeren, Blätter etc. oben aufschwimmen und man diese leicht abschöpfen kann. Man sollte beim Waschen mehrmals mit der Hand durch die Beeren gehen, damit die Auszulesenden, die sich weiter unten befinden, eine Chance haben aufzuschwimmen.
  3. Nun wird der Dampfentsafter, je nach Betriebsanleitung, vorbereitet. In unseren gibt man in den unteren Behälter ca. 5 Liter Wasser und setzt den Kessel mit dem Sieb oben auf. Die gewaschenen Beeren werden anschließend in das Sieb des Entsafters gefüllt. Jetzt kann man je nach Wunsch Zucker zu den Beeren hinzufügen. Am besten verteilt sich der Zucker, wenn man die Holunderbeeren und den Zucker abwechselnd in den Dampfentsafter schichtet. Man kann die Holunderbeeren aber auch ohne Zucker entsaften. Jetzt heißt es nach Beginn des Kochprozesses ca. 45 Minuten zu warten.
  4. Nach ca. 20 Minuten bildet sich der erste Saft und fließt in das Abfüllröhrchen. Dieses Röhrchen besteht (in unserem Modell), neben einem Gummischlauch, auch zum Teil aus einen Glasschlauch, wodurch man leicht erkennen kann, dass Saft entstanden ist.
  5. Nachdem der erste Saft entstanden ist, füllen wir diesen in einen Messbecher, öffnen den Deckel des Entsafters und gießen diesen oben über die Holunderbeeren wieder in das System. Dadurch wird der Zucker, der sich zwischen den Lagen befindet, besser gelöst und die Holunderbeeren werden besser entsaftet. Diesen Prozess wiederholen wir nach jeweils ca. 10 Minuten noch zweimal.
  6. Während des Entsaftungsprozesses der Beeren, bereitet man für das Abfüllen die Flaschen und Deckel vor. Diese müssen, um ein gutes, langes, haltbares Ergebniss zu gewährleisten, sehr gründlich gereinigt werden. Tipp: Wir verwenden zum Holundersaft machen stets kleine Flaschen, die sich über das Jahr angesammelt haben. Die 0,5l Flaschen waren beispielsweise mal mit Eistee gefühlt.
  7. Zusätzlich ist es für den späteren Abkühlungsprozess der Flaschen von Vorteil einen Korb und ein paar alte Handtücher bereit zu halten, um die abgefüllten Flaschen später eindecken zu können.
  8. Kurz vor dem Abfüllen legt man die ersten Flaschen und Deckel am Besten in sehr heißes Wasser. Dies reduziert zum einen die mögliche Kontamination mit Keimen, die den Inhalt schimmeln lassen und dient zusätzlich dazu die Flaschen vorzuwärmen, damit sie beim Befüllen, mit dem heißen Saft, nicht platzen.
  9. Sind die 45 Minuten + evtl. zusätzl. 10 Minuten Entsaftungszeit vergangen, füllt man den leckeren Saft am besten mit Hilfe eines Messbechers und eines Trichters in die jeweilige Flasche ein. Sobald eine Flasche gefüllt ist, wird diese mit ihrem Deckel verschloßen und mit einem Topfhandschuh kurz auf den Kopf gedrecht (nicht bei Weck-Flaschen!) um die heiße Flüssigkeit in der Flasche zu verteilen.
  10. Nun legt man die fertige Saftflasche in den mit Handtüchern bestückten Korb und packt diese gut ein (12 h stehen lassen). Dadurch bleiben die Flaschen länger heiß und es bildet sich über Nacht ein Vakuum.
  11. Abschließend bringt man Etiketten mit dem Namen des Inhalts und des Afülldatum auf den Flaschen an.

Lass es dir munden :-D!

Übrigens schmeckt der Saft nicht nur herrlich, sondern er eignet sich auch hervorragend als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk.

Holunder

reife Holunderbeeren

Wenn man im September am Waldrand entlang geht, kann man häufig Bäume bzw. Sträucher mit dunklen schwarzen oder dunkel violetten Beeren entdecken. Meistens ist das schwarzer Holunder.
Was ist das besondere an Holunder?
Jetzt im September sind die Sträucher meist voll mit Holunderbeeren. Diese Beeren enthalten unter anderem neben viel Vitamin C auch Vitamin B. Zudem wird ihnen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

Häufig wird Holundersaft als Haushaltsmittel gegen Erkältung eingesetzt. Neben Holundersaft lassen sich aus den Beeren auch leckere Marmeladen, Kompotts und Chutneys herstellen.

Denis und ich sammeln im September jedes Jahr Holunderbeeren, um uns einen kleinen Saftvorrat für die Erkältungszeit anzulegen. Diesen trinken wir dann aufgewärmt pur, wenn sich eine Erkältung ankündigt oder einfach nur zum Genuss ( 😀 der Saft schmeckt unserer Meinung nach extrem lecker).

Was sollte man beim Holunderbeeren pflücken beachten?

  • Man sollte sicher sein, dass man einen Holunderstrauch/-baum gegenüber steht und keinen anderen Vogelbeerenstrauch oder gar einem giftigen Zwergholunder (hat eine Wuchshöhe von 60 – 150 cm). Im Zweifelsfall sollte man jemanden mitnehmen, der bereits Holunder gesammelt oder verarbeitet hat.
  • Alte Kleidung ist von Vorteil, da die Beeren stark färbende Eigenschaften haben.
  • Wenn man die Beeren im Wald ernetet, sollte man berücksichtigen, dass man diese nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf sammeln darf.
  • Holunderbeeren am besten nicht roh essen, da der Verzehr der rohen Beeren auf Grund des Sambunigrins, das in den Beeren enthalten ist, bei empfindlichen Personen zu starkem Durchfall und/oder Magenbeschwerden führen kann. Werden die Beeren über 80°C erhitzt, zerfällt der Giftstoff und die Beeren werden bekömmlich.
  • Wichtig ist auch die zeitnahe Verarbeitung der Beeren nach der Ernte. Wir mussten bereits feststellen, dass es nicht gut ist die Beeren über Nacht unverarbeitet stehen zu lassen, da diese schnell zu gären und zu schimmeln beginnen.

Viel Spaß beim Ernten und bei der Weiterverarbeitung z. B. zu Saft ;-).