Traubensaft

Passend zum Erntedankfest haben wir heute Trauben bei einem Bekannten gepflückt und mit Hilfe einer Obstpresse entsaftet. Wer keine Obstpresse zu Hause hat, kann natürlich die Weintrauben wie die Holunderbeeren auch mit einem Dampfentsafter entsaften.

Zur Aufbewahrung der Säfte verwenden wir meistens 1l-Weck-Flaschen oder pfandfreie Glasflaschen (z. B. Weinflaschen), die wir das ganze Jahr über sammeln.
Ein großer Vorteil von Weckflaschen ist, dass man direkt am nächsten Tag bzw. wenn diese abgekühlt sind, festellen kann, ob diese ein Vakuum gebildet haben. Bei der Lagerung kann man auch einfach feststellen, ob ein Saft schlecht geworden ist, durch Kontrolle der Festigkeit der Deckel auf den Flaschen. Ist der Saft gekippt, kann man den Deckel meist einfach herabnehmen ohne am Gummi das Vakuum lösen zu müssen.

Auf dem Bild seht Ihr übrigens die Säfte von zwei verschiedenen Traubensorten, weswegen der eine eher dunkellila und der andere hellgelb ist.

In der untenliegenden Diashow könnt Ihr den Herstellungsprozess an Hand der Fotos genau verfolgen. Natürlich wurden die Würmer auch nicht vergessen und mit Resten der ausgepressten Weintrauben gefüttert.



Kosten: 0€ + evtl. Equipment
Zubereitungszeit: ca. 1/2 – 1 Tag (inkl. sammeln, bei einer Menge von 3 Wäschekörben Trauben)
Menge: ~ 35 Liter

Zutaten

  • Weintrauben
  1. Nach dem Ernten der Weintrauben, werden diese vor der Entsaftung gewaschen. Wir haben dafür einen großen Wäschekorb mit Wasser gefüllt.
  2. Anschließend bereitet man die Obstpresse oder den Dampfentsafter vor. Bei der Obstpresse ist es von großem Vorteil ein Presstuch zu verwenden, da sonst große Trauben Stücke in den Saft gelangen.
  3. Nun haben wir die gewaschenen Trauben in die Obstpresse gelegt und mit Hilfe eines Kartoffelstampfers/ Händen zu Maische verarbeitet. Konkret heißt das, dass wir die Trauben zerdrückt haben damit der Saft besser aus ihnen gelangt. Dabei läuft bereits jede Menge Saft aus der Presse in den bereit gestellten Topf.
  4. Wenn die Trauben angequetscht sind, werden diese mit Hilfe der Obstpresse noch einmal richtig ausgepresst.
  5. Den gewonnenen Saft füllen wir anschließend immer in einen Einkochautomat um, da man mit diesem später leicht große Mengen an Flüssigkeit auf einmal erhitzen kann, um den Saft heiß abzufüllen.
  6. Wenn der Einkochautomat gefüllt ist, wird dieser auf der maximalen Stufe erhitzt. Währenddessen werden die Flaschen gespült und anschließend in ein heißes Wasserbad gelegt (damit diese nicht beim Befüllen platzen). Bei Weckflaschen zusätlich die zugehörigen Gummis in heißem Wasser mit einem Schuss Essig erhitzen.
  7. Sobald der Saft auf ~90°C erhitzt wurde, kann dieser mit Hilfe eines Trichters und eines Messbechers in die Flaschen abgefüllt werden.
  8. Anschließend die verschlossenen Flaschen (dieser Schritt muss bei Weck-Flaschen übersprungen werden) kurz auf den Kopf drehen, damit der heiße Saft das Innere der Flasche komplett benetzt. Dadurch soll das Risiko der Keim- und Schimmelpilzbildung minimiert werden.
  9. Danach werden alle Flaschen zusammen in Handtücher eingepackt und über Nacht stehen gelassen, damit sich langsam ein Vakuum bilden kann.
  10. Am nächsten Tag, wenn die Flaschen abgekühlt sind kann man diese noch mit Etiketten versehen und anschließend im gewünschten Lagerort verstauen.

Übrigens schmeckt der Saft nicht nur herrlich, sondern er eignet sich auch hervorragend als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk.

Viel Spaß beim Nachmachen und sollte es Fragen zu der Vorgehensweise geben, kannst du mir einfach einen Kommentar dalassen oder mir eine Mail schreiben.

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